26.11.2012 | Ratgeber Internet

Checkliste für den Einsatz sozialer Medien in Unternehmen

Der Buchhaltroniker®

Zwar setzen bereits knapp die Hälfte der deutschen Unternehmen Social Media auf die eine oder andere Weise ein, viele Firmen sind jedoch noch unsicher im Umgang mit den neuen Plattformen. Ein BITKOM-Leitfaden hilft weiter.

Laut einer BITKOM-Umfrage nutzen aktuell etwa zwei Drittel aller Unternehmen in Deutschland soziale Medien wie Blogs, Kurznachrichtendienste oder soziale Netzwerke. Der Hightech-Verband BITKOM hat deshalb eine Checkliste mit 10 Punkten zum Einsatz sozialer Medien in Unternehmen veröffentlicht. Die Hinweise reichen von strategischen Fragen über die Implementierung entsprechender Tools bis zur Erfolgsmessung und richten sich in erster Linie an kleinere und mittelständische Unternehmen, die mit der Nutzung sozialer Medien beginnen oder diese ausbauen wollen.

1. Strategie erarbeiten

Unternehmen sollten zunächst prüfen, in welchen Geschäftsbereichen ihnen soziale Medien einen Mehrwert bieten könnten. Bei der Analyse sollten sie neben PR und Marketing auch andere Bereiche wie das Personalwesen, den Kundenservice oder die Produktentwicklung einbeziehen.

2. Ziele setzen

Organisationen sollten sich konkrete, realistische und messbare Ziele setzen, die sie mit Social Media im jeweiligen Unternehmensbereich erreichen wollen.

3. Organisation anpassen

Social Media erledigt sich nicht nebenbei. Es sollte festgelegt werden, wer für Social Media verantwortlich ist und wer die Aktivitäten steuert. Dabei sollte sichergestellt sein, dass die Mitarbeiter ausreichend Zeit haben und finanzielle Ressourcen zur Verfügung stehen. Sinnvoll kann die Einrichtung einer Arbeitsgruppe sein, um die verschiedenen Aktivitäten zu koordinieren.

4. Aufwand kalkulieren

Der finanzielle und personelle Aufwand der Social Media Aktivitäten sollte genauso gewissenhaft kalkuliert werden, wie das auch bei anderen Projekten der Fall ist. Dabei sollte insbesondere der Aufwand für die Interaktion mit Social Media Nutzern einbezogen werden.

5. Zielgruppen identifizieren

Unternehmen sollten herausfinden, wo die eigenen Zielgruppen im Internet die meiste Zeit verbringen und auf welchen Social Media Plattformen sie sich vornehmlich aufhalten. Neben den großen sozialen Netzwerken können auch kleinere, spezialisierte Plattformen von Bedeutung sein.

6. Monitoring durchführen

Sinnvoll ist eine systematische Beobachtung der sozialen Medien. Das Monitoring liefert Erkenntnisse darüber, was über das Unternehmen, seine Produkte oder seine Wettbewerber kommuniziert wird.

7. Inhalte und Medien-Mix festlegen

Die angebotenen Inhalte sollten auf die Informationsbedürfnisse der jeweiligen Zielgruppe zugeschnitten sein sowie die Besonderheiten der verschiedenen Plattformen berücksichtigen. Jede Plattform im Social Web kann eine bestimmte Rolle im Kommunikations-Mix einnehmen.

8. Krisenmanagement vorbereiten

Organisationen müssen sich im Social Web auf Irritationen, Kritik und Krisen einstellen. Über das Internet artikulierte Entrüstungsstürme, so genannte Shitstorms, werden künftig eher die Regel als die Ausnahme sein. Unternehmen sollten daher ihre Prozesse für einen Krisenfall vorbereiten.

9. Erfolge messen

Der Erfolg der Social Media Aktivitäten sollte anhand des Erreichungsgrades der definierten Ziele kontinuierlich gemessen werden. Hierfür sollten aussagekräftige Leistungskennzahlen (KPIs) festgelegt werden.

10. Mitarbeiter motivieren

Die Mitarbeiter sollten Social Media Guidelines erhalten. Die Richtlinien informieren über Chancen und Risiken von Social Media und geben konkrete Hinweise zum Verhalten im Social Web. Informationsveranstaltungen und Schulungen tragen dazu bei, dass die Leitlinien unternehmensweit umgesetzt werden.

Der ausführliche BITKOM-Leitfaden kann hier heruntergeladen werden.


(BITKOM / STB Web)

Hinweis: Beachten Sie bitte das Datum dieses Artikels. Er stammt vom 26.11.2012, sodass die Inhalte ggf. nicht mehr dem aktuellsten (Rechts-) Stand entsprechen.