Steuerliche Rechtsprechung

26.04.2017 | Bundesfinanzhof

Nicht ausreichend begründete vorzeitige Anforderung der Einkommensteuererklärung

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Der Bundesfinanzhof (BFH) hat entschieden, dass ein nicht ausreichend begründeter Ermessensverwaltungsakt rechtswidrig ist und nicht durch das Nachschieben einer Begründung "geheilt" werden kann, wenn er sich vor der Einlegung des Einspruchs bereits erledigt hat. Weiter

25.04.2017 | FG Rheinland-Pfalz

Schadensersatz des Arbeitgebers wegen Mobbings, Diskriminierung oder sexueller Belästigung ist steuerfrei

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Das Finanzgericht (FG) Rheinland-Pfalz hat entschieden, dass eine Entschädigung, die ein Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer wegen Diskriminierung zahlen muss, auch dann steuerfrei ist, also keinen Arbeitslohn darstellt. Das gilt auch dann wenn der Arbeitgeber den Vorwurf bestreitet und sich lediglich in einem gerichtlichen Vergleich zur Zahlung bereit erklärt. Weiter

19.04.2017 | Bundesfinanzhof

Häusliches Arbeitszimmer eines Selbständigen trotz vorhandener Praxisräume

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Nach dem Einkommensteuergesetz dürfen Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer nur abgezogen werden, wenn für die betriebliche oder berufliche Tätigkeit kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht. Einem Selbständigen ist dabei nicht jeder Schreibtischarbeitsplatz in seinen Betriebsräumen zwangsläufig als "anderer Arbeitsplatz" zumutbar. Weiter

19.04.2017 | FG Münster

Finanzgericht: PC-gestütztes Kassensystem ist grundsätzlich manipulationsanfällig

Das Finanzgericht (FG) Münster hat zu der Frage Stellung genommen, unter welchen Voraussetzungen ein PC-gestütztes Kassensystem ausnahmsweise als nicht manipulierbar angesehen werden kann. Im Streitfall hat er ein auf der Software Microsoft Access basierendes System als manipulationsanfällig angesehen. Weiter

18.04.2017 | FG Düsseldorf

Doppelte Haushaltsführung: Einrichtung der Wohnung unbegrenzt abziehbar

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Das Finanzgericht (FG) Düsseldorf hat - entgegen der Finanzverwaltung - entschieden, dass die Kosten für die notwendige Einrichtung der Wohnung im Rahmen einer beruflich veranlassten doppelten Haushaltsführung nicht zu den nur begrenzt abzugsfähigen Unterkunftskosten gehören. Weiter

12.04.2017 | Bundesfinanzhof

Verlustausgleich im Bereich der Kapitaleinkünfte möglich

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Der Bundesfinanzhof (BFH) hat entschieden, dass Verluste aus Kapitalvermögen, das der sog. Abgeltungsteuer unterliegt, mit Gewinnen aus solchem Kapitalvermögen, das nach dem Regeltarif zu besteuern ist, verrechnet werden können. Hierzu ist allerdings erforderlich, dass vom Steuerpflichtigen die sog. Günstigerprüfung beantragt wird. Weiter

12.04.2017 | Bundesfinanzhof

Kosten für die Bebauung eines Grundstücks können der Grunderwerbsteuer unterliegen

Wenn ein Bauerrichtungsvertrag zeitlich nach dem Grundstückskaufvertrag und nach der Festsetzung der Grunderwerbsteuer geschlossen wird, kann das Finanzamt berechtigt sein, die Bauerrichtungskosten zusätzlich zu den Kosten des Grundstückserwerbs mit Grunderwerbsteuer zu belasten. Weiter

12.04.2017 | Bundesfinanzhof

BFH akzeptiert "Goldfinger"-Gestaltungen

Der Bundesfinanzhof (BFH) hat mit zwei - auch als "Goldfinger-Modelle" beschriebene - Gestaltungen akzeptiert, bei denen Personengesellschaften durch den Ankauf physischen Goldes Verluste aus Gewerbebetrieb erzielt haben. Mit dem Jahressteuergesetz 2013 hat der Gesetzgeber diesen Modellen allerdings einen Riegel vorgeschoben. Weiter

11.04.2017 | FG Düsseldorf

Gesundheitsseminar für Arbeitnehmer: Betriebliches oder persönliches Interesse?

Zwischen den Beteiligten war streitig, ob die Teilnahme der Arbeitnehmer der Klägerin an sog. Sensibilisierungswochen als Zuwendung mit Entlohnungscharakter zu qualifizieren ist mit der Folge einer lohnsteuerlichen Inanspruchnahme der Klägerin. Weiter

05.04.2017 | Bundesfinanzhof

BFH bestätigt Übergangsregelung in Bauträgerfällen

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Eine Umsatzsteuerfestsetzung gegenüber dem leistenden Unternehmer nur dann (zu seinem Nachteil) geändert werden, wenn ihm ein abtretbarer Anspruch auf Zahlung der gesetzlich entstandenen Umsatzsteuer gegen den Leistungsempfänger zusteht. So entschied der Bundesfinanzhof (BFH) in einem klassischen Bauträgerfall. Weiter