Steuerliche Rechtsprechung

19.01.2018 | Schleswig-Holsteinisches FG

E-Bilanz: Anspruch auf Verzicht der Fernübertragung wegen Ausspähungsrisikos?

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Das Schleswig-Holsteinische Finanzgericht (FG) hat entschieden, dass es das Finanzamt im Fall eines Unternehmens für Sicherheitstechnik zurecht abgelehnt hat, auf die elektronische Übermittlung der E-Bilanz zu verzichten. Das Unternehmen befürchtet das Ausspähen von Daten durch die Konkurrenz, konnte jedoch keine konkrete Sicherheitslücke benennen. Gegen das Urteil wurde Revision eingelegt. Weiter

15.01.2018 | FG Köln

Einnahmen-Überschuss-Rechnung: Keine Pflicht zur Vergabe lückenlos fortlaufender Rechnungsnummern

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Verwendet ein Unternehmer keine lückenlos fortlaufenden Rechnungsnummern, so berechtigt dies alleine das Finanzamt nicht zur Erhöhung des Gewinns durch Schätzung eines "Un"-Sicherheitszuschlags. Dies hat das Finanzgericht (FG) Köln für den Fall der Gewinnermittlung durch Einnahmen-Überschuss-Rechnung entschieden. Weiter

15.01.2018 | FG Baden-Württemberg

Vorweggenommene Erbfolge: Darlehenszinsen für ein nießbrauchsbelastetes Grundstück

Der Erwerber eines mit einem Nießbrauchsrecht belasteten Grundstücks kann die Schuldzinsen für die Anschaffungskosten als vorab entstandene Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung abziehen. Das entschied das Finanzgericht (FG) Baden-Württemberg. Gegen das Urteil wurde Revision eingelegt. Weiter

12.01.2018 | Bundesfinanzhof

Bundesfinanzhof präzisiert Rechtsprechung zum Ausbildungsende im Kindergeldrecht

Die Kindergeldgewährung aufgrund einer Berufsausbildung endet nicht bereits mit der Bekanntgabe des Ergebnisses einer Abschlussprüfung, sondern erst mit dem späteren Ablauf der gesetzlich festgelegten Ausbildungszeit. Dies hat der Bundesfinanzhof (BFH) entschieden. Weiter

09.01.2018 | Finanzgericht Münster

Zinsschrankenfreigrenze berücksichtigt auch erstmalige Abzinsungserträge

Entgegen der Auffassung des BMF hat das Finanzgericht Münster jetzt entschieden, dass Erträge aus der erstmaligen Abzinsung von Verbindlichkeiten zu den Zinserträgen gehören, die mit Zinsaufwendungen bei der Berechnung der Zinsschrankenfreigrenze zu verrechnen sind. Weiter

09.01.2018 | FG Baden-Württemberg

Aufwendungen für eine Liposuktion steuerlich nicht abziehbar

Die Klägerin litt an einem Lipödem und machte Aufwendungen für eine Liposuktion als außergewöhnliche Belastungen geltend. Ihr behandelnder Arzt bescheinigte die medizinische Notwendigkeit der Operation, weil damit eine lebenslange Lymphdrainage und Kompression vermieden werde. Weiter

03.01.2018 | Bundesfinanzhof

Aufwendungen für künstliche Befruchtung auch in gleichgeschlechtlicher Partnerschaft steuerlich abzugsfähig

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Aufwendungen einer empfängnisunfähigen Frau für eine heterologe künstliche Befruchtung führen nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs (BFH) zu einer außergewöhnlichen Belastung - und zwar auch dann, wenn die Frau in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft lebt. Weiter

03.01.2018 | FG Baden-Württemberg

Erstattung der auf eine Abfindungszahlung entfallende Einkommensteuer ist steuerpflichtig

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Nach einem Urteil des Finanzgerichts (FG) Baden-Württemberg ist die von einer Versicherungsgesellschaft erstattete Einkommensteuer als Entschädigung für entgangene Einnahmen (Verdienstausfall nach Unfall) steuerpflichtig. Weiter

29.12.2017 | FG Münster

Erbschaft- und Schenkungsteuer: Keine Nachversteuerung innerhalb der begünstigungsfähigen Vermögensart

Das Finanzgericht (FG) Münster hat entschieden, dass keine Nachversteuerung vorzunehmen ist, wenn der Beschenkte den Veräußerungsgewinn aus den erworbenen GmbH-Anteilen in eine neue Beteiligung reinvestiert und diese durch eine spätere Kapitalerhöhung unter 25 Prozent herabsinkt. Weiter

20.12.2017 | Bundesfinanzhof

Insolvenzbedingter Ausfall einer privaten Darlehensforderung als Verlust bei den Einkünften aus Kapitalvermögen

Der endgültige Ausfall einer Kapitalforderung führt nach Einführung der Abgeltungsteuer zu einem steuerlich anzuerkennenden Verlust in der privaten Vermögenssphäre. Dies hat der Bundesfinanzhof (BFH) für den Fall der Insolvenzeröffnung beim Darlehensnehmer entschieden. Weiter