05.10.2017 | Studie

Autohäuser wollen sich stärker digital ausrichten

Wo befindet sich der Autohandel auf dem Weg zur Digitalisierung? Das ist eine der zentralen Fragen der neuen Digitalisierungs-Studie von TÜV Nord in Kooperation mit der Branchenzeitschrift "Autohaus".

Heute kommt ein Kunde nur noch 1,4 mal vor dem Kaufabschluss in den Verkaufsraum des Autohauses – Ergebnis einer veränderten Mediennutzung, die den Automobilhandel vor neue Herausforderungen stellt. Die klassischen Medien werden in Zukunft weiter an Bedeutung verlieren und durch neue Medien abgelöst. Allerdings spielt der Automobilhandel bei der Entscheidungsfindung vor dem Kauf immer noch eine große Rolle.

Digital kompetentes Personal fehlt

Das ist eines der Ergebnisse der Studie „Digitalisierung im Automobilhandel“ von TÜV Nord und "Autohaus". Daneben wurde darin offenkundig, dass der Wunsch nach Digitalisierung zwar groß ist aber oftmals die fachliche Ressource fehlten, um schnell, regelmäßig und proaktiv im Onlinebereich zu agieren. So fühle sich zwar ein großer Teil der Händler gut auf die bevorstehenden Herausforderungen vorbereitet. Dennoch hätten eine Vielzahl der Befragten keine Person im Unternehmen, die sich fachlich ausschließlich mit den digitalen Medien beschäftige.

Weitere Ergebnisse:

  • Zwei von drei Händlern nutzen eine eigene Social-Media-Präsenz, die vom Großteil der Händler mindestens einmal pro Woche mit eigenem Content gepflegt wird.
  • Jeder zweite Händler nutzt darüber hinaus noch weitere Social-Media-Angebote.
  • Jeder zweite Händler ist aktiv in Sachen Suchmaschinenoptimierung. 80 Prozent haben eine eigene Händlerwebsite im responsiven Design.
  • 41 Prozent der Händler setzen kein Lead-Management-System ein, um Anfragen professionell erfassen und auswerten zu können.

(TÜV Nord / STB Web)