22.12.2016 | Datensicherheit

"123456" ist meistgenutztes Passwort

Ein Blick auf die Top Ten der in Deutschland beliebtesten deutschsprachigen Passwörter zeigt: Trotz täglicher Meldungen über Daten- und Identitätsdiebstahl – am beliebtesten sind weiterhin schwache und unsichere Passwörter.

(Foto: © designer491 - Fotolia.com)

Wissenschaftler des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) haben im Rahmen ihrer Studie zur Mehrfachnutzung von Passwörtern insgesamt rund 1 Milliarde Nutzerkonten analysiert und ausgewertet, die aus 31 veröffentlichten Datenlecks in unterschiedlichen Bereichen stammen und im Internet frei verfügbar sind. "123456" ist laut der Studie weltweit das meistbenutzte Passwort in den untersuchten Daten-Leaks.

Die anstehende Liste zeigt die meistgenutzten Passwörter in Deutschland basierend auf 30 Millionen Nutzerkonten, die als .de-Domain registriert sind:

  1. 123456 
  2. 123456789 
  3. 12345
  4. hallo
  5. 1234
  6. passwort
  7. 12345678
  8. hallo123
  9. schalke04
  10. 1234567

Für kriminelle Hacker ist es ein Leichtes, über schwache Passwörter Zugriff auf persönliche Informationen und Accounts zu bekommen. "Vielen Nutzern ist nicht bewusst, dass Kriminelle mit dem Handel gestohlener Identitäten sehr viel Geld verdienen und welcher Schaden ihnen entstehen kann", so HPI-Direktor und Mitautor der Studie Professor Christoph Meinel. Er empfehle daher allen Internetnutzern, Passwörter nicht für mehrere Accounts zu nutzen, diese regelmäßig zu wechseln und sie möglichst generieren zu lassen, beispielsweise unter Zuhilfenahme von Passwortmanagern.

Ob man selbst Opfer eines Datendiebstahls geworden ist, lässt sich mit dem Identity Leak Checker, einem Online-Sicherheitscheck des Hasso-Plattner-Instituts (HPI), sehr leicht überprüfen. Seit 2014 kann dort jeder Internetnutzer unter https://sec.hpi.de/ilc kostenlos durch Eingabe seiner E-Mail-Adresse prüfen lassen, ob Identitätsdaten von ihm frei im Internet kursieren und missbraucht werden könnten.

(HPI / STB Web)

Hinweis: Beachten Sie bitte das Datum dieses Artikels. Er stammt vom 22.12.2016, sodass die Inhalte ggf. nicht mehr dem aktuellsten (Rechts-) Stand entsprechen.