15.04.2021 | Gesetzesänderung

Start-up-Finanzierung gestärkt

Die Bundesregierung stellt zusätzliche zehn Milliarden Euro für einen Beteiligungsfonds für Zukunftstechnologien bereit. Profitieren werden davon insbesondere Start-ups in der Wachstumsphase mit einem hohen Kapitalbedarf.

Unter einem neuen Zukunftsfonds der Bundesregierung sollen verschiedene Maßnahmen zur Förderung von Zukunftstechnologien gebündelt werden. Die Abwicklung und Verwaltung obliegt der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), geplanter Start ist Mitte April.

Die Maßnahmen im Einzelnen:

  • Ausbau KfW Capital: KfW Capital erhöht mit Unterstützung des ERP-Sondervermögens und des Zukunftsfonds das Zusagevolumen für Venture Capital-Fonds, Growth-Fonds und Venture Debt-Fonds in den nächsten zehn Jahren um rund 2,5 Milliarden Euro. KfW Capital wird dadurch insbesondere ihren Investitionsfokus auf Wachstumsfinanzierungen von Start-ups ausweiten. Die Beteiligungen von KfW Capital erfolgen weiterhin grundsätzlich zu den gleichen Bedingungen wie die Investition privatwirtschaftlicher Mitinvestoren.
  • EIF-Wachstumsfazilität: In Anlehnung an die vorhandene ERP/EIF-Wachstumsfazilität wird eine bis zu 3,5 Milliarden Euro große Wachstumsfazilität geschaffen, welche in Wachstumsfonds und in Wachstumsfinanzierungsrunden von Start-ups investiert. Die Beteiligung erfolgt grundsätzlich zu den gleichen Bedingungen wie die Investition privatwirtschaftlicher Mitinvestoren.
  • DeepTech Future Fonds: Der bis zu einer Milliarde Euro anwachsende DeepTech Future Fonds beteiligt sich zu Pari-passu-Bedingungen mit einer längerfristigen Investitionsperspektive direkt an Deep-Tech-Unternehmen. DeepTech-Unternehmen entwickeln tiefgreifende Innovationen mit erheblichem gesamtwirtschaftlichen Wirkungspotenzial. Die Entwicklung bis zur Marktreife ist sehr zeit- und kapitalintensiv. Mit dem neuen DeepTech Future Fonds sollen solche Technologien in Deutschland zur Marktreife gebracht werden.

Dies teilte das Bundesministerium der Finanzen mit.

(BMF / STB Web)