04.09.2019 | Stifterverband

Kriterien erfolgreicher Kooperation in der Forschung

Kooperationen müssen komplexe Hürden überwinden, um erfolgreich zu sein. Das Future Lab Kooperationsgovernance von Stifterverband und Heinz Nixdorf Stiftung hat die vier wichtigsten Hindernisse identifiziert, an denen Kooperationen scheitern können.

Hochschulen forschen immer häufiger mit Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zusammen, da wissenschaftlicher Erkenntnisfortschritt und die Bewältigung komplexer gesellschaftlicher Herausforderungen oft nur durch eine Bündelung von Kompetenzen und Ressourcen erreicht werden kann. Solche Kooperationen werden von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), aber auch vom Bund, den Ländern und der EU, von Stiftungen, Gemeinden, Unternehmen und Verbänden unterstützt.

Für Kooperationen, in deren Mittelpunkt Hochschulen stehen, gibt es verschiedenste Formate: agile Netzwerke, komplexe Verbundstrukturen, hochschulübergreifende Einrichtungen. Im Future Lab Kooperationsgovernance erarbeiten Stifterverband und Heinz Nixdorf Stiftung gemeinsam mit Hochschulen und Experten Lösungen für die häufigsten Herausforderungen solcher Kooperationen. Ein multidisziplinär arbeitendes Team hat die vier wichtigsten Hindernisse identifiziert:

  • Unterschiedliche Ziele und intransparente Partikularinteressen der einzelnen Partner verhindern den gemeinsamen Erfolg der Forschungsarbeit.
  • Gesetzliche Rahmenbedingungen erschweren das Teilen von Ressourcen wie Geld, Personal und Infrastruktur sowie von Erträgen.
  • Kulturelle Unterschiede führen zu Missverständnissen und Vertrauensverlust, weil die jeweiligen Partner andere Werte, Normen oder Arbeitsweisen voraussetzen.
  • Die Auswahl des passenden Kooperationsformats ist aufgrund der komplexen Anforderungen von Hochschulkooperationen problematisch.

Bei der Planung und Umsetzung von Kooperationen sollten künftig die vier Hindernisse von Anfang an mitgedacht werden, um sie künftig zu vermeiden. Im Future Lab Kooperationsgovernance werden die bisherigen Formatansätze nach diesen Herausforderungen analysiert, Lösungen erarbeitet und ein Set von anpassbaren, situationsspezifischen Governance-Formaten entwickelt. Die Ergebnisse sollen bis Ende 2019 veröffentlicht werden.

(Stifterverband / STB Web)