13.06.2023 | ifo-Institut

Geschäftsklima für Selbständige im Minus

Das Geschäftsklima für Selbstständige hat sich verschlechtert. Das ergibt die aktuelle ifo-Befragung für dieses Segment. Der berechnete Index für Selbständige sank im Mai auf -8,6 Punkte, nach -3,2 im April. Dies umfasst sowohl Soloselbstständige als auch Kleinstunternehmen.

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"Die Sorgenfalten bei den Geschäftsleuten vertiefen sich", sagt ifo-Expertin Katrin Demmelhuber. "Im Moment kommen zu wenig neue Aufträge herein." Insbesondere die Einschätzungen zur weiteren Entwicklung fielen deutlich pessimistischer aus als im vergangenen Monat. Auch die Geschäftslage verschlechterte sich, hier halten sich aktuell die positiven und negativen Urteile noch die Waage.

Pessimismus bei den Erwartungen

Im Vergleich zur Gesamtwirtschaft entwickelte sich das Geschäftsklima bei den Selbstständigen deutlich ungünstiger. Bei den Dienstleistern nahm der Pessimismus bei den Erwartungen zu. Allerdings war die aktuelle Lage im Mai besser als im April. Insbesondere in der Hotellerie und in der Gastronomie entwickelten sich die laufenden Geschäfte deutlich besser als zuletzt. Im Einzelhandel hat sich die Geschäftssituation verbessert. Die pessimistischen Einschätzungen zur weiteren Entwicklung nahmen etwas ab.

Schwerpunkt Dienstleistungssektor

Seit August 2021 berechnet das ifo Institut den Jimdo-ifo-Geschäftsklimaindex für Selbstständige. Dies umfasst sowohl Soloselbstständige als auch Kleinstunternehmen (weniger als 9 Mitarbeiter). Wie im Gesamtindex sind alle Sektoren abgebildet. Der Schwerpunkt liegt jedoch auf dem Dienstleistungssektor.

(ifo / STB Web)

Hinweis: Beachten Sie bitte das Datum dieses Artikels. Er stammt vom 13.06.2023, sodass die Inhalte ggf. nicht mehr dem aktuellsten (Rechts-) Stand entsprechen.