14.12.2020 | Studie

Wenig Optimismus in den Apotheken

Drei Viertel der Apotheker*innen erwarten eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage in den nächsten zwei bis drei Jahren, wie der Apothekenklima-Index 2020 der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände ergab.

Die deutschen Apotheker*innen schauen weiterhin mehrheitlich mit Skepsis in die Zukunft ihrer Branche. Ihre kritische Einschätzung wird durch eine sinkende Apothekenzahl bestätigt. Mit 18.854 öffentlichen Apotheken ergibt sich zum Ende des dritten Quartals 2020 der tiefste Stand seit Mitte der 1980er Jahre. Der Rückgang um 221 Apotheken gegenüber Ende 2019 (19.075) ergibt sich aus dem Saldo von 58 Neugründungen und 279 Schließungen.

Die ABDA befragt seit 2016 jedes Jahr 500 Apothekeninhaber*innen in ganz Deutschland und traf auch 2019 bereits auf eine pessimistische Grundhaltung. Mit einer stärkeren Aufhellung der Stimmung sei erst zu rechnen, wenn das Vor-Ort-Apothekenstärkungsgesetz seine positive Wirkung entfalte, pharmazeutische Dienstleistungen etabliert seien und das E-Rezept in geordneten Bahnen eingeführt sei, meinen die Experten der ABDA dazu.

(ABDA / STB Web)

Hinweis: Beachten Sie bitte das Datum dieses Artikels. Er stammt vom 14.12.2020, sodass die Inhalte ggf. nicht mehr dem aktuellsten (Rechts-) Stand entsprechen.