24.01.2017 | Studie

Tariflöhne steigen um 1,9 Prozent

Die Tariflöhne haben im Jahr 2016 auch nach Abzug der Inflation spürbar zugelegt. Nominal stiegen die Tarifvergütungen um 2,4 Prozent, die Teuerung nur um 0,5 Prozent. Unterm Strich blieben den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern daher 1,9 Prozent mehr, vermeldet die Hans-Böckler-Stiftung.

Am höchsten fiel die Tarifsteigerung mit nominal 3,5 Prozent im Bereich Gartenbau, Land- und Forstwirtschaft aus, gefolgt vom Handel mit 2,9 Prozent sowie dem Baugewerbe und den Privaten Dienstleistungen und Organisationen ohne Erwerbszweck mit jeweils 2,7 Prozent. Der Bereich Gebietskörperschaften/Sozialversicherung weist eine Tarifsteigerung von 2,5 Prozent auf, das Nahrungs- und Genussmittelgewerbe ein Plus von 2,4 Prozent und das Investitionsgütergewerbe 2,3 Prozent.

Um jeweils 2,1 Prozent stiegen die tariflichen Entgelte im Grundstoff- und Produktionsgütergewerbe sowie im Bereich Energie- und Wasserversorgung, Bergbau. Im Bereich Verkehr und Nachrichtenübermittelung und im Verbrauchsgütergewerbe betrug die Tarifsteigerung je 1,8 Prozent, gefolgt vom Bereich Kreditinstitute, Versicherungsgewerbe mit 1,5 Prozent.

Bei den effektiven Bruttoeinkommen – hier fließen unter anderem auch die Einkommen von Beschäftigten ein, die nicht nach Tarif bezahlt werden – fiel der Zuwachs im vergangenen Jahr ähnlich aus: Die Bruttolöhne und -gehälter sind 2016 nominal je Arbeitnehmer/in um 2,3 Prozent gestiegen, preisbereinigt bedeutet dies einen Anstieg um 1,8 Prozent.

(Hans-Böckler-Stiftung / STB Web)