Steuerliche Rechtsprechung

22.02.2017 | Bundesfinanzhof

Häusliches Arbeitszimmer: Rechtsprechungsänderung zugunsten der Steuerpflichtigen

Nutzen mehrere Steuerpflichtige ein häusliches Arbeitszimmer gemeinsam, ist die Höchstbetragsgrenze von 1.250 Euro personenbezogen anzuwenden, so dass jeder von ihnen seine Aufwendungen hierfür bis zu dieser Obergrenze einkünftemindernd geltend machen kann. Weiter

22.02.2017 | Bundesfinanzhof

Vertrauensschutz bei einvernehmlicher Streitbeilegung vor dem Finanzgericht

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Ein Finanzamt verstößt gegen den Grundsatz von Treu und Glauben, wenn es zunächst aufgrund einer einvernehmlichen Beendigung eines Finanzrechtsstreits den angefochtenen Steuerbescheid zwar aufhebt, im Anschluss daran aber erneut einen inhaltsgleichen Verwaltungsakt erlässt. Weiter

21.02.2017 | Finanzgericht Münster

Übertragung auf Stiftung verusacht keine Nachversteuerung

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Das Finanzgericht Münster hat entschieden, dass die Übertragung eines Mitunternehmeranteils auf eine Stiftung keine Nachversteuerung von in der Vergangenheit begünstigt besteuerten thesaurierten Gewinnen auslöst. Weiter

20.02.2017 | Finanzgericht Münster

Bauunternehmer schuldet immer Umsatzsteuer

Bauträger sind nach einer neueren Rechtsprechung des BFH nicht für die Umsatzsteuer verantwortlich, die für die Bauleistungen an sich anfällt. Das Finanzgericht in Münster ging jetzt sogar noch einen Schritt weiter und befand: Es ist dabei egal, ob sie die Umsatzsteuer zuvor an den Bauunternehmer bezahlt haben. Weiter

17.02.2017 | FG Münster

Zinslauf für Hinterziehungszinsen beginnt ein Jahr nach der Schenkung

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Mit zwei Urteilen vom 24.11.2016 hat das Finanzgericht (FG) Münster über die Berechnung von Hinterziehungszinsen bei der Schenkungsteuer entschieden. Danach ist in den Zinslauf neben den Anzeige- und Erklärungsfristen auch die durchschnittliche Bearbeitungsdauer beim Finanzamt einzubeziehen. Weiter

15.02.2017 | Bundesfinanzhof

Firmenwagenbesteuerung: Zuzahlungen des Arbeitnehmers mindern geldwerten Vorteil

Nutzungsentgelte und andere Zuzahlungen des Arbeitnehmers an den Arbeitgeber für die außerdienstliche Nutzung eines betrieblichen Kfz mindern den Wert des geldwerten Vorteils aus der Nutzungsüberlassung. Dies hat der Bundesfinanzhof (BFH) mit zwei Urteilen vom 30. November 2016 entschieden. Weiter

10.02.2017 | Bundesfinanzhof

Bundesfinanzhof verwirft Sanierungserlass des Finanzministeriums

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Die im Sanierungserlass des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) vorgesehene Steuerbegünstigung von Sanierungsgewinnen verstößt gegen den Grundsatz der Gesetzmäßigkeit der Verwaltung. Diese Entscheidung des Großen Senats des Bundesfinanzhofs (BFH) ist von grundlegender Bedeutung für die Besteuerung insolvenzgefährdeter Unternehmen. Weiter

10.02.2017 | Bundesfinanzhof

Erbschaft als Betriebseinnahme

Erhält eine GmbH eine Erbschaft, ist der Erwerb für die GmbH auch dann körperschaftsteuerpflichtig, wenn der Erbanfall zugleich der Erbschaftsteuer unterliegt. Das hat der Bundesfinanzhof (BFH) entschieden. Weiter

07.02.2017 | FG Köln

Kartellbußgeld mindert die Steuer nicht

Wenn das Bundeskartellamt ein Bußgeld verhängt, so darf dieses nicht als Betriebsausgabe abgezogen werden, entschied das Finanzgericht Köln. Weiter

30.01.2017 | Niedersächsisches Finanzgericht

Leiharbeitnehmer dürfen Dienstreisekosten abziehen

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Bislang war die Frage offen, ob der Betrieb, in den Leiharbeitnehmer eingesetzt werden, ihre erste Tätigkeitsstätte darstellt oder nicht. Davon hängt in entscheidender Weise die Höhe ihres Fahrtkostenabzugs ab. Das Niedersächsische Finanzgericht sorgte jetzt für Klarheit - und beließ den Leiharbeitnehmern die umfangreicheren Abzugsmöglichkeiten nach Dienstreisekostengrundsätzen. Weiter