Heute aktuell
BFH stärkt Bedeutung der Gutachterausschüsse für die Immobilienbewertung
(Foto: © iStock.com/cherdchai chawienghong)
Ein heute veröffentlichtes BFH-Urteil stärkt die Bedeutung der Gutachterausschüsse für die Immobilienbewertung im Rahmen der Erbschaft- und Schenkungsteuer. Die von den Gutachterausschüssen ermittelten
Vergleichspreise für Immobilien sind danach grundsätzlich maßgebend und heranzuziehen. Zudem dürfen die Finanzämter aus mehreren vom Gutachterausschuss mitgeteilten Vergleichspreisen
einen Durchschnittswert bilden; sie müssen nicht den niedrigsten Einzelwert zugrunde legen.
Berufsrecht
Grünes Licht im zweiten Anlauf: Bundesrat hat Änderungen des Steuerberatungsgesetzes zugestimmt
(Foto: © iStock.com/Keikona)
Am 12. Juni 2026 hat der Bundesrat Änderungen am Steuerberatungsgesetz zugestimmt. Ein inhaltlich größtenteils identischer Gesetzentwurf scheiterte zuvor aufgrund der im Entwurf enthaltenen Entlastungsprämie.
Die nun beschlossenen Änderungen enthalten auch eine Verschärfung des Fremdbesitzverbots. Die Bundessteuerberaterkammer begrüßte dies ausdrücklich.
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Quo vadis, Erbschaftsteuer?
Nord-Finanzministerien drängen auf Reform der Erbschaftsteuer
(Foto: © iStock.com/Deagreez)
Die Finanzministerien von Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen (Nord-FM) sprechen sich
parteiübergreifend für eine Weiterentwicklung der Erbschaftsteuer aus. Dafür haben sie am 19. Juni 2026 ein Positionspapier vorgelegt. Besonderen Reformbedarf sehen sie bei den
bestehenden Verschonungsregelungen für große Betriebsvermögen sowie Sonderregeln für große Wohnungsunternehmen.
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Fachartikel/Urteilsbesprechung
Steuerberatung in der Krise: Die HGB-Bilanz ist kein Überschuldungsstatus
Von RAin Anne Nickert und RA/StB Cornelius Nickert
(Foto: Cornelius und Anne Nickert in ihrer gemeinsamen Kanzlei in Offenburg)
Für Steuerberater gehört die Handelsbilanz nach HGB zum beruflichen Alltag. In der Krise des Mandanten kann sie jedoch gefährlich irreführend sein. Ein Beschluss des BGH vom 28.04.2026 verdeutlicht
eindrucksvoll, dass der insolvenzrechtliche Überschuldungsstatus eine eigenständige, stichtagsbezogene und methodisch saubere Bewertung verlangt. Immobilien und Beteiligungen dürfen danach nicht
schematisch nach Buchwerten oder späteren Insolvenzverkaufspreisen bewertet werden.
Fachartikel
Search Funds: Neue Chancen für die Unternehmensnachfolge im Mittelstand
Von RA Marcus Büscher
(Foto: RA Marcus Büscher, © Ecovis)
Das Konzept der Search Funds wurde ursprünglich in den USA entwickelt und erfreut sich dort an Beliebtheit. Search Funds können aber auch kleine und mittlere Betriebe in Deutschland bei der Unternehmensrechtsnachfolge
mangels tauglicher Nachfolger vor dem Aus bewahren. Wie der Search Fund genau abläuft, welche rechtlichen Fragestellungen auftreten und wann er eine passende Nachfolgelösung sein kann, zeigt RA
Marcus Büscher in seinem Beitrag.
Praxistipps
Zu viel im Kopf, zu wenig gemerkt: So helfen Gedächtnistechniken im Berufsalltag
Von Zach Davis
(Foto: © iStock.com/Lacheev)
Während digitale Werkzeuge immer mehr Aufgaben übernehmen, wächst die Informationsflut im Berufsalltag weiter. Um den Überblick zu behalten, braucht es deshalb nicht nur gute Software, sondern auch einen klaren Kopf.
Mit einfachen Gedächtnistechniken lassen sich Informationen strukturierter erfassen und langfristig besser behalten.
Kammergericht Berlin
Zur Prüfpflicht bei KI-generierten Schriftsätzen
(Foto: © iStock.com/Mininyx Doodle)
Mithilfe von KI verfasste Schriftsätze sind grundsätzlich zu prüfen, insbesondere darauf, ob darin enthaltene Rechtsprechungszitate Ergebnis einer "fantasierenden" KI sind. Dies hat das Kammergericht
(KG) Berlin im Fall einer Rechtsanwältin klargestellt. Dies gebiete sowohl das Mandatsverhältnis, als auch der Status als Organ der Rechtspflege. Die Anwältin wurde darauf hingewiesen, dass die
Schriftsätze offensichtlich mithilfe von KI verfasst wurden. Das Gericht beklagte zudem seinen erheblichen Aufwand aufgrund nicht existierender Rechtsprechung.
Branchenentwicklung
Zukunftsfähige Steuerkanzleien: Mehr als nur Digitalisierung
Von Andreas Hermanutz
(Foto: © Andreas Hermanutz, Quelle: Wolters Kluwer)
Digitale Prozesse, automatisierte Abläufe und der zunehmende KI-Einsatz verändern nicht nur Arbeitsweisen, sondern auch Mandantenerwartungen und Kanzleistrukturen. Zukunftsfähigkeit ist deshalb weniger eine Frage einzelner Technologien als vielmehr eine unternehmerische Herausforderung. Der Autor zeigt, warum Digitalisierung allein nicht ausreicht und wie Kanzleien ihre Zukunftsfähigkeit mit überschaubaren, aber kontinuierlichen Verbesserungen
stärken können.
Niedersächsisches FG
Steuerhinterziehung durch falsche Kilometerangabe
(Foto: © iStock.com/Volha Rahalskaya)
Ein Arbeitnehmer hatte gegenüber seinem Arbeitgeber für die Nutzung des Firmenwagens fehlerhaft zu wenige Entfernungskilometer angegeben. Als er die daraus resultierenden falschen Lohndaten später in seine Steuererklärung übernahm, verwirklichte er den
Tatbestand der Steuerhinterziehung.
FG Münster
Keine Steuerbefreiung bei Anteilsvereinigung nach Sondererbfolge
(Foto: © iStock.com/djedzura)
Der Erwerb eines zum Nachlass gehörigen Grundstücks durch Miterben ist von der Grunderwerbsteuer befreit, wenn er der Teilung des Nachlasses dient. Nach einem Urteil des Finanzgerichts Münster gilt dies jedoch nicht, wenn die Anteile bereits zuvor im Wege der Sondererbfolge auf die Erben übergegangen waren.
Bayerisches Landessozialgericht
Anspruch auf eGK auch bei Zahlungsverzug
(Foto: © iStock.com/Lothar Drechsel)
Versicherte haben Anspruch auf Ausstellung einer elektronischen Gesundheitskarte (eGK). Auch bei Zahlungsverzug und Beitragsrückstand darf die Krankenkasse die Ausstellung oder Nutzung der Karte nicht verweigern. Dies hat das Bayerische Landessozialgericht
(LSG) entschieden.
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