23.08.2016 | Umfrage

Schlechte Straßen kosten Handwerksbetriebe viel Geld

Knapp 30 Prozent der Handwerksbetriebe bewerten den Zustand der Straßeninfrastruktur mit mangelhaft oder gerade noch ausreichend. Das ergibt eine Umfrage des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH).

In der ZDH-Umfrage unter 5.882 Betrieben beklagen 42,4 Prozent eine Verschlechterung der Lage innerhalb einer Dekade. Verantwortlich dafür ist nach ihrer Meinung ein Investitionsstau bei Bund, Ländern und Kommunen. Die Handwerksbetriebe fordern von der Politik vor allem, sich verstärkt um Reparatur und Instandhaltung der Straßeninfrastruktur zu kümmern (58,3 Prozent). Den gezielten Abbau von Verkehrsengpässen fordern 34,8 Prozent. Die Betriebe beziffern den durchschnittlichen wöchentlichen Zeitverlust durch die Folgen des schlechten Straßenzustandes auf 7,4 Stunden.

Kritisch sieht das Handwerk den verstärkten Einsatz von Öffentlich-Privaten Partnerschaften (ÖPP) zur Finanzierung und Umsetzung von Neubau oder Sanierung der Infrastruktur. 40 Prozent der Betriebe lehnen ÖPP ab, 37,4 Prozent sind unentschieden bei diesem Modell. "Wir dürfen nicht aus reiner Not neue Projekte in Öffentlich-Privater-Partnerschaft anstoßen – einfach nur, weil es an Kapazitäten für eine Ausschreibung mangelt. Zumal bei ÖPP-Projekten die Gefahr besteht, dass der Mittelstand von Aufträgen weitgehend ausgeschlossen wird.", kommentiert ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer das Umfrageergebnis.

(ZDH / STB Web)