20.03.2013 | Aktuell

Weinkolumne: Der verrückte Fisch in der Flasche

Von StB Frank Winter, Schwerte *

Legenden erzählen die Geschichte von einer Bucht an der Südküste von Westaustralien, in der kleine Fische von großen Fischen gejagt werden und dabei wie verrückt aus dem Wasser springen: "MADFISH". Diese prächtige Madfish Bay war die Inspiration für das MadFish Label der Winzerfamilie Burch - und dieses Label machte mich neugierig; neugierig auf den Mad Fish Shiraz 2009.

Das ansprechende Etikett ziert eine traditionelle Aboriginal-Darstellung einer Wasserschildkröte - dem Symbol für Toleranz und Beharrlichkeit - und Fische, die sie umschwärmen.

Im Glas erscheint dieser Wein in einem tiefen granatrot, sein Bouquet strahlt intensive Aromen von Himbeeren, Pfeffer und reifen Kirschen aus, die einen nicht aufhören lassen wollen, am Glas zu schnuppern. Wie es sich für einen Shiraz gehört, treffen diese Aromen auch am Gaumen ein. Die konzentrierte Frucht wird durch den Pfeffer provoziert und wundervoll unterstrichen. Ein sehr weiches Tanningerüst unterstreicht die feine Säure und macht den Abgang lang und angenehm.

Der Mad Fish Shiraz ist ein sortenreiner Rotwein, dessen Trauben in den Anbauregionen The Great Southern und Margaret River im Westen Australiens heranwachsen. Nach der Lese werden die Trauben in Stahltanks fermentiert, im Anschluss daran gepresst. Der Ausbau erfolgt in Fässern aus amerikanischer und französischer Eiche, in denen der Wein zwölf Monate lang ruht.

Würde einer der verrückten Fische zusammen mit diesem Shiraz in eines der gebrauchten, französischen Eichenfässer gesprungen sein? Bestimmt, denn die Fässer machen aus jung reif.

Der Mad Fish Shiraz erhielt 92 James-Halliday-Punkte. James Halliday wurde 1938 geboren und ist ein australischer Weinschriftsteller, Kritiker, Winzer und erfahrener Preisrichter bei Weinwettbewerben. Seit 1986 veröffentlicht er jährlich eine Übersicht über australische Weine, die seit 2000 James Halliday Annual Wine Companion genannt wird. Hierin beruht die Bewertung der Weine auf der international anerkannten 100-Punkte-Skala.


* Über den Autor:

Frank Winter ist Steuerberater und geschäftsführender Partner der Weichelt & Winter Steuerberater-Partnerschaft im nordrheinwestfälischen Schwerte. Seine privaten Leidenschaften sind der Fußball, sein treuer Hund Fido - und: Überseeweine! Er twittert unter @StBWinter


Mehr über die STB-Web-Weinkolumne lesen Sie hier: "Wein und Steuern – eine verheißungsvolle Verbindung"

 

(STB Web)