29.08.2026 | Befragung

Steuererklärung, quo vadis?

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Der Digitalverband Bitkom hat rund 1.000 Personen zum Umgang mit ihrer Steuererklärung befragt. Steuer-Apps legen danach deutlich zu, aber auch die Steuerberatung wurde gegenüber dem Vorjahr häufiger genutzt. Zugleich ist das Interesse an einer automatisch erstellten Steuererklärung durch das Finanzamt hoch.

(Foto: © iStock.com/BartekSzewczyk)

Der repräsentativen Befragung zufolge haben sich 15 Prozent derjenigen, die schon einmal eine Einkommensteuerklärung abgegeben haben, bereits von KI unterstützen lassen, etwa mit einem KI-Chat oder über KI-Funktionen in spezieller Steuersoftware. Unter den Jüngeren zwischen 16 und 29 Jahren sind es sogar 26 Prozent. Zugleich gewinnt das Smartphone an Bedeutung: 13 Prozent haben ihre letzte Steuererklärung über eine Steuer-App mit dem Smartphone erstellt, vor einem Jahr waren es mit 7 Prozent nur etwas mehr als halb so viele.

Steuer-Apps auf dem Smartphone legen deutlich zu

"Die Steuererklärung war Vorreiter bei der Digitalisierung der Verwaltung. Mit dem Smartphone wird sie für viele noch bequemer und KI übernimmt zunehmend das, was vielen bei Steuerformularen fehlt: erklären, einordnen, nachfragen", sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. Möglich sei das, weil die Finanzverwaltung mit Elster offene Schnittstellen bereitstellt, auf denen Unternehmen innovative Angebote aufbauen könnten.

Inanspruchnahme einer Steuerberatung dennoch gestiegen

Der am häufigsten genutzte Weg bleibt die elektronische Steuererklärung mit Elster direkt beim Finanzamt: 27 Prozent haben ihre letzte Steuererklärung darüber am Computer oder Notebook abgegeben (2025: 31 Prozent, 2024: 23 Prozent). 21 Prozent haben eine Steuersoftware für PC oder Laptop verwendet (2025: 27 Prozent, 2024: 26 Prozent).  Ebenfalls 21 Prozent haben eine Steuerberatung in Anspruch genommen (2025: 15 Prozent, 2024: 17 Prozent).

Weitere 2 Prozent geben an, die neue Funktion "Steuererklärung per Klick" in der Elster-App genutzt zu haben. Insgesamt hat damit rund jede und jeder Siebte (15 Prozent) die Steuererklärung mobil erledigt. Nur noch 17 Prozent haben ihre letzte Steuererklärung auf Papier eingereicht. Hier liegen die Älteren ab 65 Jahren mit 43 Prozent deutlich vorn.

Fast die Hälfte würde vorausgefüllte Steuererklärung nutzen

Zugleich besteht großes Interesse an einer Steuererklärung, die das Finanzamt für die Steuerpflichtigen erstellt: 47 Prozent würden eine automatisch mit den eigenen Daten vorausgefüllte Steuererklärung nutzen, die sie nur noch freigeben müssen. 40 Prozent würden einer solchen Erklärung sogar so weit vertrauen, dass sie sie ohne eigene Prüfung übernehmen würden.

(Bitkom / STB Web)