25.08.2026 | ifo-Institut

Fachkräftemangel in der Branche wieder deutlich angestiegen

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Während der Fachkräftemangel zuletzt im Durchschnitt nur leicht zugenommen hat, stieg er in der Rechts- und Steuerberatung sowie der Wirtschaftsprüfung dagegen kräftig: von 52,4 Prozent im April auf 64,7 Prozent im Juli. Das berichtet das ifo Institut.

(Foto: © iStock.com/boggy22)

Im Juli gaben 23,2 Prozent der Unternehmen an, dass ihnen qualifizierte Arbeitskräfte fehlen, nach 21,1 Prozent im April. Trotz des leichten Anstiegs bleibt der Fachkräftemangel damit unter dem langfristigen Durchschnitt, der bei 31,7 Prozent liegt. "Die schwache Konjunktur hält den Fachkräftebedarf derzeit in Grenzen. Mit einer stärkeren wirtschaftlichen Erholung dürfte auch der Fachkräftemangel aber wieder deutlicher zunehmen", sagt ifo-Forscherin Daria Schaller.

64,7 Prozent in der Rechts- und Steuerberatung sowie Wirtschaftsprüfung

Im Dienstleistungssektor liegt der Anteil von Unternehmen, die zu wenig Fachkräfte finden, nahezu unverändert bei 25,7 Prozent. In einzelnen Branchen stieg dieser allerdings deutlich an. In der Rechts- und Steuerberatung sowie der Wirtschaftsprüfung stieg der Anteil kräftig: auf 64,7 Prozent nach zuletzt 52,4 Prozent.

Im Handel bleibt der Fachkräftemangel mit 16,2 Prozent auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau. In der Industrie sind es 18,7 Prozent, allerdings mit einem Anstieg von 4,5 Prozentpunkten im Vergleich zum April. Im Bauhauptgewerbe berichtet fast jedes dritte Unternehmen (32,6 Prozent) von Fachkräftemangel.

Mehr Arbeitslose würden nicht automatisch mehr verfügbare Fachkräfte bedeuten, so Schaller. Entscheidend sei die Passung von Qualifikation und Anforderungen.

(ifo / STB Web)