24.08.2026 | Klimawandel

Extremsommer: Greenpeace berechnet Schaden von mindestens 36 Milliarden Euro

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Ernteausfälle, Waldbrände und Gesundheitskosten: Die extreme Hitze und Trockenheit im Sommer 2026 verursachte Berechnungen der Umweltorganisation Greenpeace zufolge allein in Deutschland volkswirtschaftliche Schäden von mindestens 36 Milliarden Euro.

Blick auf das ausgetrocknete Rheinbett in Köln im Juli 2026. (Foto: © iStock.com/Gerd Harder)

In die Berechnung flossen unter anderem Schadensschätzungen aus den Bereichen Verkehr, Gesundheit, Forst- und Landwirtschaft ein, sowie Produktivitätsverluste und Bildungskosten aufgrund der Hitze. Der größte Schadensposten entfällt dabei auf die Arbeitswelt: Bei geschätzt 25 Hitzetagen summieren sich hitzebedingte Produktivitätsverluste und -ausfälle auf 10,8 Milliarden Euro.

Es folgen Waldschäden – nicht nur durch Brände, sondern auch durch Trockenstress – mit 5 bis 7,5 Milliarden Euro sowie gesundheitsökonomisch bewerteten Verluste an 35.000 Lebensjahren mit 6,9 Milliarden Euro. Weitere erhebliche Belastungen entstehen in der Landwirtschaft (3,4 Mrd. Euro), im Bildungssystem durch verminderten Lernzuwachs (3,2 Mrd. Euro), durch das Niedrigwasser des Rheins (3,4 bis 4,5 Mrd. Euro), an der öffentlichen Verkehrsinfrastruktur (1,8 bis 3,7 Mrd. Euro) sowie durch erhöhte Belastungen im Gesundheitssystem (1,54 Mrd. Euro).

"Dieser Hitze- und Dürresommer war eine Katastrophe – für Millionen Menschen und für die Volkswirtschaft", sagt Mauricio Vargas, Finanzexperte bei Greenpeace Deutschland. Die Höhe der Schäden sei erschütternd. "Die Zahlen sind unmissverständlich: Ein Weiter-so können wir uns schlicht nicht mehr leisten", so Vargas.

Berechnungen konservativ

Die Gesamtschäden von mindestens 36 Milliarden Euro entsprächen knapp einem Prozent des deutschen Bruttoinlandsprodukts (BIP) und seien konservativ berechnet. Mehrere Wirkungskanäle würden sich nicht belastbar quantifizieren und blieben daher unberücksichtigt, etwa die Verwerfungen im europäischen Energiesystem durch fehlendes Kühlwasser und die Gesundheitsfolgen der hitzebedingt erhöhten Ozon- und Feinstaubbelastung. Auch die ökologischen Folgeschäden der Waldbrände würden die Schadensrechnung weiter erhöhen.

(Greenpeace / STB Web)