21.05.2026 | Befragung
Einer Bitkom-Befragung zufolge kann sich mehr als jeder Vierte (27 Prozent) vorstellen, einer KI künftig den Großteil der eigenen Finanzentscheidungen zu überlassen. Rund die Hälfte (49 Prozent) lehnt die Nutzung von KI bei Finanzthemen allerdings grundsätzlich ab.

Dennoch sehen 56 Prozent der Befragten den KI-Einsatz im Bereich Finanzen als Chance, 40 Prozent als Risiko. Besonders offen zeigen sich Jüngere. In der Altersgruppe der 16- bis 29-Jährigen sehen 68 Prozent Chancen in KI-Anwendungen rund um Finanzen, bei den Menschen über 65 gilt das hingegen nur für etwas mehr als ein Drittel (35 Prozent). Das sind Ergebnisse einer Befragung von 1.004 Personen ab 16 Jahren in Deutschland im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.
KI als Konkurrenz bei Finanzberatung
"Finanzen sind eine Vertrauensfrage. Daher müssen KI-Anwendungen gerade hier transparent, sicher und in ihren Aussagen nachvollziehbar sein" sagt Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst. Konkret steht unter anderem die Hoffnung auf gute Beratung durch KI der Sorge vor finanziellem Betrug gegenüber: 30 Prozent sind der Überzeugung, KI könne ihnen Finanzen besser erklären als ein Mensch, und jede und jeder Vierte (24 Prozent) vertraut KI sogar mehr als menschlicher Finanzberatung.
Mehrheit macht sich Sorgen um Betrug
Gleichzeitig machen sich aber auch 62 Prozent der Befragten wegen KI größere Sorgen um Betrug. Ein Viertel der Befragten (25 Prozent) hat nach eigenen Angaben bereits eine KI-Anwendung wie ChatGPT in finanziellen Angelegenheiten um Rat gefragt. "KI unterstützt bei der klassischen Finanzberatung nicht nur, sie tritt zunehmend in Konkurrenz zu ihr", so Wintergerst.
(Bitkom / STB Web)