28.04.2026 | Bundessteuerberaterkammer
Die Bundessteuerberaterkammer (BStBK) hat die Berufsstatistik 2025 veröffentlicht. Die Mitgliederzahl ist gegenüber dem Vorjahr um 1,1 Prozent gestiegen. Der Frauenanteil erreicht einen neuen Höchststand. Der Altersdurchschnitt bleibt hoch. Die Zahl der Ausbildungsverhältnisse ist weiter rückläufig.

Die Berufsstatistik 2025 basiert auf Daten zum Stichtag 1. Januar 2026. Zu diesem Zeitpunkt waren bundesweit 105.953 Mitglieder bei den Steuerberaterkammern registriert, darunter 89.549 Steuerberaterinnen und Steuerberater. Gegenüber dem Vorjahr stieg die Mitgliederzahl insgesamt um 1,1 Prozent; die Zahl der Steuerberaterinnen und Steuerberater erhöhte sich um 0,6 Prozent.
Der Frauenanteil im Berufsstand ist weiter gestiegen: Zum Stichtag lag die Quote der weiblichen Berufsangehörigen bei 39,3 Prozent – ein neuer Höchststand (2024: 38,8 | 2023: 38,0).
Altersdurchschnitt unverändert hoch
Das Durchschnittsalter der weiblichen Berufsangehörigen beträgt 50,8 Jahre, das der männlichen 55,6 Jahre. Insgesamt bleibt der Altersdurchschnitt mit 53,7 Jahren nahezu unverändert hoch (2024: 53,6 | 2023: 53,6).
Die Zahl der Steuerberaterpraxen ohne weitere Beratungsstellen lag bei 53.932. Davon entfielen 67,1 Prozent auf Einzelpraxen, 28,2 Prozent auf anerkannte Berufsausübungsgesellschaften und 4,7 Prozent auf nicht anerkennungspflichtige Berufsausübungsgesellschaften.
Weniger Ausbildungsverhältnisse, mehr Umschüler
Die Ausbildungszahlen sind weiter rückläufig: Bundesweit waren 17.081 Ausbildungsverhältnisse zum Steuerfachangestellten registriert (2024: 17.301 | 2023: 17.355). Zugleich ist die Zahl der Umschüler gestiegen und lag bei 2.113 (2024: 1.867 | 2023: 1.684). Die meisten Auszubildenden verzeichnete erneut die Steuerberaterkammer Niedersachsen mit 2.080 Nachwuchskräften. Die höchste Ausbildungsquote im Verhältnis zur Mitgliederzahl erreichte Mecklenburg-Vorpommern mit 30,9 Prozent.
"Die aktuelle Berufsstatistik zeigt, dass der steuerberatende Beruf attraktiv bleibt", sagt BStBK-Präsident Prof. Dr. Hartmut Schwab. "Zugleich machen die Ausbildungszahlen deutlich, dass wir bei der Gewinnung von Nachwuchs nicht nachlassen dürfen."
Download:
Berufsstatistik 2025 (PDF, Bundessteuerberaterkammer)
(BStBK / STB Web)