09.09.2025 | Ausbildung
Ende August hat der Deutsche Gewerkschaftsbund den Ausbildungsreport 2025 vorgestellt. Danach zählen angehende Steuerfachangestellte zur Spitzengruppe der fünf am besten bewerteten Ausbildungsberufe.

Voraussetzung für ein gutes Abschneiden in der Gesamtbewertung sind durchgängig gute Bewertungen in allen vier Aspekten der Ausbildungsqualität, die im Ausbildungsreport berücksichtigt werden: den Ausbildungszeiten, der Vergütung, der Einschätzung der fachlichen Qualität der Ausbildung im Betrieb und der persönlichen Beurteilung der Ausbildung.
Im Vergleich zum Ausbildungsreport 2024 haben sich die Steuerfach-Auszubildenden positiver zu den Themen Ausbildungszeiten und Überstunden geäußert. Während etwa angehende Verwaltungsfachangestellte mit 46,3 Prozent und Bankkaufleute mit 45,8 Prozent überdurchschnittlich häufig von regelmäßigen Überstunden berichten, liegen die Werte bei den angehenden Steuerfachangestellten mit am niedrigsten (21,4 Prozent). Den Angaben zufolge mussten sie im Schnitt nur 1,8 Überstunden leisten. Der Durchschnittswert für alle Berufe liegt bei rund 3,3 Überstunden.
Gleichzeitig verdienen Steuerfachangestellte vergleichsweise gut, mit 1.249 Euro im dritten Ausbildungsjahr. Der Durchschnitt über alle Berufe im dritten Ausbildungsjahr liegt bei 1.094 Euro.
Sehr hohe persönliche Zufriedenheit
Deutlich verbessert hat sich in diesem Jahr die persönliche Beurteilung der Ausbildungsqualität der angehenden Steuerfachangestellten. 82,4 Prozent sind danach mit ihrer Ausbildung zufrieden oder sehr zufrieden und führen das Ranking sogar an.
"Das ist ein klares Zeichen an unseren Berufsstand: Wenn wir ausbilden, machen wir unsere Sache richtig gut." kommentiert der Präsident der Bundessteuerberaterkammer (BStBK), Prof. Dr. Hartmut Schwab, die Ergebnisse. "Jeder selbst ausgebildete Auszubildende ist der beste Mitarbeiter, den wir kriegen können. Ein Signal also an alle Kolleginnen und Kollegen, die noch nicht ausbilden: Gehen Sie die Ausbildung besser heute als morgen an." So könne die Branche dem Fachkräftemangel entgegentreten.
Kriterien für die Betriebswahl
Hinweise gibt der Report auch dazu, was den jungen Menschen bei der Betriebswahl besonders wichtig ist: Gute Erreichbarkeit des Betriebs, ein positives Arbeitsklima, faire Arbeitszeiten und eine angemessene Ausbildungsvergütung.
Interessant ist außerdem, dass nur ein Teil der Auszubildenden die Angebote der Arbeitsagenturen und der schulischen Berufsorientierung als hilfreich wahrnimmt. Stattdessen sind Familie und Freunde die wichtigsten Helfer bei der Ausbildungsplatzsuche.
Die repräsentative Befragung wurde von September 2024 bis April 2025 durchgeführt. 9.090 Auszubildende aus den 25 laut Bundesinstitut für Berufsbildung am häufigsten gewählten Ausbildungsberufen nahmen teil.
Download:
(DGB / BStBK / STB Web)