19.10.2021 | Corona-Pandemie

Corona-Hilfen: Aufträge der Bundesregierung an Beratungsunternehmen

Die Ausgaben des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) im Rahmen der Gestaltung und Umsetzung der Corona-Hilfsprogramme belaufen sich aktuell insgesamt auf 2,14 Millionen Euro. Dies teilte die Bundesregierung auf eine sogenannte Kleine Anfrage im Bundestag mit.

Davon sind nach Angaben der Bundesregierung (Drucksache 19/32542) für die Überbrückungshilfen (inklusive Neustarthilfe) und die außerordentlichen Wirtschaftshilfen Beratungsleistungen in Höhe von rund 350.000 Euro in Anspruch genommen worden.

Entwicklung und Betrieb der Antragsplattform

Darüber hinaus seien für Dienstleistungen durch „privatrechtliche Akteure, die von der Bundesregierung beauftragt wurden, strategisch oder administrativ bei der Entwicklung und Durchführung der Corona-Hilfen mitzuwirken“ aktuell weitere Ausgaben in Höhe von 75,95 Millionen Euro – unter anderem für die Entwicklung und den Betrieb der Antragsplattform angefallen. Die Ausgaben für den Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) lassen sich der Antwort zufolge zur Zeit noch nicht abschließend ermitteln. Anträge seien aktuell weiterhin möglich. Der WSF lasse sich zudem die Kosten des Mandatars größtenteils durch die Antragsteller erstatten. Dieser Prozess sei ebenfalls nicht abgeschlossen.

Ausgaben des Bundesministeriums der Finanzen

Aktuell betragen die Ausgaben des BMWi für den WSF abzüglich der durch die Antragsstellenden erstatteten Beträge laut Bundesregierung 1,79 Millionen Euro. Die Ausgaben des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) im Rahmen der Gestaltung und Umsetzung der Corona-Hilfsprogramme beliefen sich insgesamt auf 1,46 Millionen Euro, heißt es. Dabei seien Beratungsdienste in Höhe von 330.551,91 Euro für den WSF in Anspruch genommen worden. 

Einbindung des Beratungsunternehmens PwC

Die Ausgaben für die Einbindung des Beratungsunternehmens PricewaterhouseCoopers (PwC) im Rahmen des Großbürgschaftsprogramms (Corona-bedingte Fälle) belaufen sich der Vorlage zufolge aktuell auf 1,13 Millionen Euro. Die Federführung für das Großbürgschaftsprogramm liege beim BMWi, wird mitgeteilt.

(hib / STB Web)