03.12.2020 | Statistik

Wunsch und Wirklichkeit bei der Arbeitszeit

Knapp 2,1 Millionen Erwerbstätige wünschten sich im Jahr 2019 eine längere Arbeitszeit, während fast 1,5 Millionen kürzer arbeiten wollten, berichtet das Statistische Bundesamt.

Die unterbeschäftigte Personen arbeiteten laut Statistischem Bundesamt im Durchschnitt 29,3 Stunden in der Woche, würden aber gern 10,3 Stunden mehr arbeiten. Überbeschäftigte waren dagegen durchschnittlich 41,5 Stunden pro Woche tätig und wünschten sich eine Verkürzung um 10,7 Stunden.

Längere Wochenarbeitszeiten bei Teilzeittätigen

Vollzeitbeschäftigte hatten insgesamt eine durchschnittliche Wochenarbeitszeit von 41,3 Stunden, während Teilzeitbeschäftigte durchschnittlich 20,2 Stunden pro Woche arbeiteten.

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die durchschnittliche Wochenarbeitszeit aller Teilzeitbeschäftigten im Jahr 2019 um 0,2 Stunden erhöht; gleichzeitig ist die Zahl der Teilzeitbeschäftigten, die sich mehr Arbeit wünschten, um rund 100.000 Personen gesunken.

Deutliche regionale Unterschiede

Regional gab sowohl bei den Wünschen als auch bei der tatsächlichen Arbeitszeit deutliche Unterschiede: So war die durchschnittliche gewöhnliche Wochenarbeitszeit bei den vollzeitbeschäftigten Männern in Westdeutschland mit 42,0 Stunden höher als in Ostdeutschland mit 41,4 Stunden. Auch bei den vollzeitbeschäftigten Frauen lag die Wochenarbeitszeit mit 40,2 Stunden im Westen höher als im Osten mit 40,0 Stunden.

Teilzeitbeschäftigte Frauen wiesen dagegen in Westdeutschland mit 20,2 Stunden eine niedrigere gewöhnliche Wochenarbeitszeit auf als die teilzeitbeschäftigten Frauen in Ostdeutschland, deren Wochenarbeitszeit bei 24,6 Stunden lag. Westdeutsche Männer in Teilzeitbeschäftigung hatten ebenfalls eine niedrigere Wochenarbeitszeit von 17,2 Stunden im Vergleich zu 20,4 Stunden bei den ostdeutschen Männern in Teilzeit.

(Destatis / STB Web)