21.07.2020 | Unternehmen

Mittelständler reagieren auf Corona-Krise mit verstärkter Innovationstätigkeit

Mittelständische Unternehmen reagieren einer aktuellen Erhebung der KfW zufolge verstärkt mit Innovationen auf die Corona-Krise. 43 Prozent der Unternehmen haben danach angesichts der Pandemie bereits ihre Produkte, Prozesse oder Geschäftsmodelle verbessert oder planen entsprechende Maßnahmen.

(Foto: © iStock.com/scyther5)

Demgegenüber hätte im Zeitraum 2016 bis 2018 lediglich 19 Prozent der Mittelständler Produkt- oder Prozessinnovationen eingeführt. Unternehmen, die unter starken Umsatzeinbußen leiden, würden sich dabei derzeit besonders innovativ (41 Prozent) zeigen. Außerdem seien Unternehmen, die bereits in der Vergangenheit Innovationen hervorgebracht hätten, auch in der Krise überdurchschnittlich innovationsaktiv.

Ad hoc versus F&E

Allerdings basieren die Corona-bedingten Innovationen offenbar seltener auf Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten und werden nahezu ohne Vorlaufzeit im Unternehmen, also „ad hoc“, umgesetzt. Die angespannte finanzielle Lage der Unternehmen dürfte dagegen gerade dazu führen, dass tiefergehende Innovationsvorhaben in der Krise zeitlich gestreckt, im Umfang verringert oder ganz aufgegeben werden. Somit sei zu befürchten, dass von der Corona-Krise negative Auswirkungen auf das Hervorbringen grundlegender Innovationen im Mittelstand ausgehen, so die Volkswirt*innen der KfW.

Schwerpunkt auf Unternehmensprozessen

Die Studie zeigt außerdem, dass der Schwerpunkt der Innovationen auf den Unternehmensprozessen liegt. 21 Prozent aller mittelständischen Firmen haben diese demnach verbessert oder erneuert. 14 Prozent der Unternehmen haben ihr Geschäftsmodell erneuert oder verbessert. Ebenfalls 14 Prozent der mittelständischen Unternehmen haben neue oder verbesserte Produkte und Dienstleistungen auf den Markt gebracht.

Der Fokus Volkswirtschaft Nr. 295 „Innovationen in der Corona-Krise: Not macht erfinderisch“ steht www.kfw.de/fokus zum Download zur Verfügung.

(KfW / STB Web)