13.07.2020 | Statistik

Etwa 100 Staaten tauschen Finanzdaten aus

Die OECD hat die aktuellen Zahlen für den automatischen Informationsaustausch nach ihrem Steuerstandard verkündet.

Fast 100 Staaten haben sich laut OECD im vergangenen Jahr am automatischen Informationsaustausch beteiligt. Dadurch erhielten die Steuerbehörden dieser Staaten Daten zu 84 Millionen Finanzkonten, die ihre Gebietsansässigen im Ausland eingerichtet hatten, und damit zu einem Gesamtvermögen von zehn Billionen Euro.

Das sei ein deutlicher Anstieg gegenüber 2018, wie die Organisation weiter berichtet: In diesem ersten Jahr des Informationsaustauschs waren erst Informationen zu 47 Millionen Finanzkonten mit einem Gesamtvermögen von fünf Billionen Euro ausgetauscht worden.

Der gemeinsame Meldestandard verpflichtet Staaten dazu, von inländischen Finanzinstituten erlangte Informationen über Finanzkonten Gebietsfremder automatisch jährlich auszutauschen. Das von der OECD geschaffene und vom Globalen Forum verwaltete System eines multilateralen Informationsaustauschs liefert Staaten weltweit, darunter vielen Entwicklungsländern, eine Fülle an Informationen. Mittlerweile umfasst das Globale Forum 161 Staaten und Gebiete, die sich den OECD-Steuerstandards verpflichtet haben.

(OECD / STB Web)