21.11.2018 | Vereine

Petitionsausschuss befürwortet Anerkennung des E-Sports

Der Petitionsausschuss setzt sich für die Anerkennung des E-Sports als eigene Sportart mit Vereins- und Verbandsrecht ein.

In der Sitzung am 21. November 2018 beschlossen die Abgeordneten mit den Stimmen der Fraktionen von CDU/CSU, SPD, FDP, Linken und Grünen eine Petition mit der Forderung, Sportwettkämpfe mit Video- und Computerspielen (E-Sport) als Sport anzuerkennen und in die Sportförderprogramme von Bundeswehr, Bundespolizei und Zoll aufzunehmen.

Zur Begründung ihres Anliegens verweisen die Petenten darauf, dass es sich beim E-Sport um einen virtuellen Wettkampf handle, bei dem zwei Teams mit der jeweils gleichen Zahl an Spielern gegeneinander antreten. Dabei benötigten die Teams "gut durchdachte Taktiken und Spielzüge sowie antrainierte feinmotorische Fähigkeiten, um sich gegen das konkurrierende Team durchzusetzen". Solche Wettkämpfe fänden zumeist über das Internet auf offiziellen professionellen Turnieren, aber auch immer mehr in großen Hallen vor Publikum statt, heißt es in der Petition.

E-Sport muss aus Sicht der Petenten als Sportart anerkannt werden, da die vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) dafür vorgegebenen Kriterien erfüllt seien. Das Hauptkriterium, die "körperliche und motorische Aktivität", werde zwar nicht im herkömmlichen Sinne erfüllt. Jedoch gebe es andere motorische Abläufe, die eine körperliche Aktivität darstellten. So müssten die Hände beim Spielen Präzisionsbewegungen erfüllen. Außerdem sei die notwendige Auge-Hand-Koordination mit der des Sportschießens gleichzusetzen.

Hierüber informierte der Pressedienst des Deutschen Bundestags (hib).

(hib / STB Web)