02.09.2018 | Studie

Digitalisierung klappt nur mit der richtigen Führungskraft

Die digitale Transformation fordert in besonderer Weise die Führungskräfte, denn von ihnen hängt der Erfolg oder Misserfolg des gesamten Prozesses ab. Das ergab jetzt eine gemeinsame Studie des Beratungsunternehmens Kienbaum und der Jobbörse StepStone.

Führung von gestern bedingt Arbeitsweisen von gestern. (Foto: © ra2 studio - Fotolia.com)

Die Digitalisierung und die sich wandelnden Märkte zwingen Unternehmen dazu, ihre Organisationsstrukturen zu überdenken. Hierbei seien es vor allem Führungskräfte, die sich neu aufstellen müssen. Der alte Führungstyp, der Aufgaben strikt anordnet und Mitarbeiter streng überwacht, komme immer seltener vor, meinen zumindest die Experten der Jobbörse StepStone, die eine aktuelle Studie zum Thema "Führung und Digitalisierung" gemeinsam mit dem Beratungsunternehmen Kienbaum erstellt haben.

Mitarbeiter sehen Vorgesetzte anders als diese sich selbst

Führungskräfte müssten danach effektiv und menschenorientiert führen, auf ihre Mitarbeiter eingehen und deren individuellen Bedürfnisse und Entwicklung berücksichtigen. Das sei bislang allerdings eher selten der Fall. Denn die Mehrheit aller Fachkräfte stellt ihrem Chef ein vergleichsweise schlechtes Zeugnis aus: Nur 29 Prozent sehen in ihrem Vorgesetzten eine strategische Führungskraft. Noch weniger (21 Prozent) geben an, transformational geführt zu werden. Der Aussage, ihr Chef führe ethisch, stimmt nicht einmal jede zehnte Fachkraft zu. Stattdessen gibt mehr als die Hälfte aller Befragten an, von einem direktiven Vorgesetzten geführt zu werden – also von einem Chef, der von seinen Mitarbeitern erwartet, dass sie seinen Anweisungen strikt Folge leisten.

Die Führungskräfte selbst beurteilen das freilich ganz anders und sehen sich selbst deutlich positiver: Der Großteil aller befragten Vorgesetzten meint, er sei eine strategische, ethische und transformationale Führungskraft.

(Kienbaum / StepStone / STB Web)