12.07.2017 | Forschung

Medizindaten sollen zentral vernetzt werden

Das Bundesforschungsministerium stellt 150 Millionen Euro zur Verfügung, um medizinische Daten in einer nationalen Infrastruktur zu verknüpfen, um daraus neues Wissen für eine bessere Gesundheitsforschung und Versorgung zu gewinnen.

Das Ziel ist klar: Jede Ärztin und jeder Arzt, egal ob in Kliniken, Haus- oder Facharztpraxen, sollen alle verfügbaren Erfahrungswerte und Forschungsergebnisse auf Knopfdruck abrufen und in ihre Therapieentscheidungen einbeziehen können. Deshalb hat das Bundesforschungsministerium jetzt 17 Universitätskliniken und rund 40 weiteren Partnern 120 Millionen Euro Forschungsförderung für die nächsten vier Jahren zur Verfügung gestellt.

Damit sollen die Kliniken ab Januar 2018 Datenintegrationszentren aufbauen. Über diese können sie sich vernetzen und Daten austauschen. In verschiedenen medizinischen Anwendungen – von der personalisierten Krebstherapie über die Behandlung von Multiple Sklerose bis hin zur Intensivmedizin – werden die Konsortien den Mehrwert dieser digital vernetzten Medizin für die Patientinnen und Patienten demonstrieren.

Weitere 30 Millionen Euro stellt das Ministerium für Universitätskliniken und Standorte aus der verangegangenen Konzeptphase zur Verfügung.

(BMBF / STB Web)