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Dänemark: Steuern gegen das Übergewicht

Artikel vom: 04.11.2009

Die dänische Regierung sorgt mit Plänen für eine Anti-Fett-Steuer für Aufsehen. Butter, Käse, Tiefkühlpizza und andere fetthaltige Lebensmittel sollen mit einer Sondersteuer belegt werden – vorgeblich, um die Steuerzahler zu einem gesunden Lebensstil zu motivieren. Hintergrund könnten jedoch auch wegbrechende Staatseinnahmen sein.

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Bild: Butter und Käse: Risiko für die Dänen
(iStockphoto.com / sjlocke)
Ab 2010 will die Regierung den Dänen an den Speck: Ab dann sollen pro Kilogramm gesättigte Fettsäuren in Lebensmitteln 25 Kronen mehr fällig werden. Der Gesetzgeber sorge sich um das Übergewicht seiner Bürger, so die Begründung für den umstrittenen Gesetzentwurf. „Der Verbrauch dieser Produkte stellt einen Risikofaktor dar, der zur Ausbreitung der Volkskrankheiten beiträgt.“ Dass die Regierung damit Molkereiprodukte in die gleiche Schublade wie Tabakwaren packt, regt Verbände und Bevölkerung auf. Um einen schlechten Scherz handelt es sich aber wohl kaum: Bereits vor der Sommerpause hatte das Parlament eine 25 Prozent höhere Steuer auf Schokolade und Eis sowie eine Sonderabgabe für zuckersüße Limonaden beschlossen.

Dass die dänische Regierung aber nur von Gesundheitsbewusstsein getrieben ist, darf getrost bezweifelt werden. Denn im kommenden Jahr sinkt der dänische Spitzensteuersatz der Einkommensteuer von 63 auf 56 Prozent. Dieses Loch in der Staatskasse muss schließlich irgendwie gefüllt werden.


(STB Web)


Hinweis: Beachten Sie bitte das Datum dieses Artikels. Er stammt vom 04.11.2009, sodass die Inhalte ggf. nicht mehr dem aktuellsten (Rechts-) Stand entsprechen.

 

30.07.2010

 
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