07.02.2017 | Aktuell

Zahlungsmoral und Verbraucherinsolvenzen

In der traditionellen Branchenumfrage unter den 560 Mitgliedern des Bundesverbands Deutscher Inkasso-Unternehmen e.V. (BDIU), Berlin, berichten 65 Prozent, dass Rechnungen jetzt genauso gut wie auch vor sechs Monaten beglichen werden. 21 Prozent beobachten sogar eine bessere Zahlungsmoral.

Die Inkasso-Umfrage belegt: Die private Zahlungsmoral ist aktuell sogar noch besser als die der gewerblichen Schuldner. Im direkten Vergleich berichten 23 Prozent der Befragten, dass Verbraucher jetzt ihre Rechnungen besser bezahlen als noch im Sommer 2016. Für gewerbliche Schuldner machen dagegen nur 17 Prozent der Inkassounternehmen eine entsprechende Angabe.

Problembranchen: Handwerk, Dienstleistung und Fitnessstudios

Dennoch gebe es nach wie vor einige Branchen, die unter einer schlechten Rechnungstreue der Kunden leiden, vor allem die Konsumbranchen. 48 Prozent der Inkassounternehmen melden, dass der Online– beziehungsweise der Versandhandel Schwierigkeiten mit unzuverlässigen Zahlern auf der Kundenseite hat. Weitere Problembranchen hinsichtlich der Zahlungsmoral sind demnach das Handwerk (39 Prozent der Inkassounternehmen berichten das), die Dienstleistungsbranche allgemein (36 Prozent) sowie Fitnessstudios, deren Kunden die Mitgliedsbeiträge nicht wie vereinbart begleichen (was 34 Prozent der Inkassounternehmen melden).

Nur 20 Prozent der Inkassounternehmen beobachten aktuell, dass private Schuldner Rechnungen aus Vergesslichkeit nicht bezahlt haben. Dagegen stehen allerdings 54 Prozent, die von einem vorsätzlichen Nichtbezahlen berichten.

Weitere Ergebnisse und Details bietet die ausführliche Pressemitteilung des BDIU.

(BDIU / STB Web)