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20.01.2016 | Studie

Höchste Mittelstandsdichte in Hamburg und Berlin

Eine Analyse von Creditreform zeigt, dass es erhebliche Unterschiede hinsichtlich der Unternehmensgrößen in den einzelnen Bundesländern gibt. So finden sich etwa die meisten mittelständischen Unternehmen in Hamburg, Berlin und Bayern; im Osten Deutschlands dagegen dominiert eher eine kleinteilige Wirtschaft.

Große Unternehmen ziehen den Mittelstand an. (Foto: © stockWERK - fotolia.com)

Je 10.000 Einwohner existieren in Ostdeutschland 474 Unternehmen, während es im Westen 481 sind. Die größte Zahl an kleinen und mittleren Unternehmen innerhalb der Länder weist Hamburg auf (651 Unternehmen je 10.000 Einwohner), gefolgt von Berlin (590) und Bayern (529). Die höchste Mittelstandsdichte im Osten Deutschlands hat – nach Berlin – Brandenburg (486). Am geringsten ist der Besatz mit kleinen und mittleren Unternehmen je Einwohner in Sachsen-Anhalt (408) und im Saarland (387).

Unter „Mittelstand“ subsummiert Creditreform Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeitern und 50 Millionen Euro Jahresumsatz. Differenziert man diese Einteilung weiter und lässt die Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitern weg, rückt Baden-Württemberg hinter Hamburg und Bremen auf Rang 3 vor. Während es in Baden-Württemberg neun Unternehmen dieser Größe pro 10.000 Einwohner gibt, sind es in Berlin nur sieben und in Brandenburg nur sechs. Dies spiegelt die tendenziell kleinteiligere Wirtschaft in den neuen Ländern wider.

Als ursächlich für die hohe Mittelstandsdichte in den Großstädten macht Kreditreform die Anzahl die Großunternehmen und Konzernzentralen dort aus. So dürfte sich eine größere Ansammlung von Unternehmen beispielsweise von Zulieferern, Dienstleistern und Anbietern ergänzender Produkte positiv bemerkbar machen und weiteren Unternehmensansiedlungen den Weg bahnen.

(Creditreform / STB Web)

Hinweis: Beachten Sie bitte das Datum dieses Artikels. Er stammt vom 20.01.2016, sodass die Inhalte ggf. nicht mehr dem aktuellsten (Rechts-) Stand entsprechen.