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Neun von zehn Gebrauchtwagen werden online angeboten

Artikel vom: 25.08.2010

Das Internet ist die wichtigste Drehscheibe für den Autokauf. 90 Prozent aller Gebrauchtwagen werden online inseriert. Händler bieten zudem zahlreiche Neuwagen im Web an. Das Angebot aller Online-Autobörsen in Deutschland umfasst derzeit rund drei Millionen Anzeigen. Allein die drei größten Plattformen mobile.de, AutoScout24 und gebrauchtwagen.de kommen zusammen auf rund 2,2 Millionen Inserate. Das geht aus aktuellen Erhebungen des CAR-Instituts (Center Automotive Research) der Universität Duisburg-Essen hervor.

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"Die Online-Gebrauchtwagen-Börsen schöpfen ihr Marktpotenzial in Deutschland gut aus", erklärt Prof. Dr. Ferdinand Dudenhöffer, Direktor des CAR-Instituts. Nach der Einschätzung von CAR und BITKOM (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V.) lesen monatlich bis zu 10 Millionen Deutsche Auto-Annoncen im Internet. Dank Internet-Autobörsen haben die Käufer mehr Auswahl und können die Preise besser vergleichen.

Hier die wichtigsten Tipps zum Autokauf via Internet:

Basisinformationen zusammenstellen

Bevor sich Käufer einzelne Angebote anschauen, können sie sich im Web umfassend über geeignete Autos informieren. Auf den Seiten der Hersteller gibt es Infos zu Ausstattungsvarianten und technischen Daten. Viele Autofirmen betreiben online so genannte Konfiguratoren. Das sind Datenbanken, mit deren Hilfe Interessenten ihr Wunschauto auswählen können. Überdies sind auf Webseiten von Autozeitschriften Testberichte zu lesen, Automobilklubs informieren über die Zuverlässigkeit bestimmter Modelle. Nicht zu unterschätzen sind Tipps anderer Autofahrer. Diese findet man in Internet-Foren.

Angebote finden

Die beiden größten Online-Marktplätze für Autos sind mobile.de und AutoScout24. Auch Autozeitschriften und Tageszeitungen betreiben eigene Autobörsen, in denen Händler und Privatpersonen inserieren. Per Suchfunktion können Interessenten eine Auswahl möglicher Fahrzeuge treffen. Manche Autobörsen bieten zudem einen E-Mail-Benachrichtigungsdienst an, sobald Autos mit den gewünschten Kriterien angeboten werden. Bevor man sich bei solchen Marktplätzen als Interessent registrieren lässt, sollte man aber die Geschäftsbedingungen und die Datenschutzbestimmungen lesen.

Preise vergleichen

Wer sich für ein Auto interessiert, sollte es mit anderen, die eine ähnliche Laufleistung und Ausstattung aufweisen, vergleichen. Beim Preis spielen auch das Baujahr, die Zahl der Vorbesitzer und Unfallschäden eine Rolle, zudem gibt es regionale Preisunterschiede. Preis-Tabellen für Gebrauchtwagen vom ADAC und anderen Organisationen helfen bei der Einschätzung. Man kann einen Gebrauchten vor dem Kauf auch individuell bewerten lassen. Online ist das zum Beispiel beim TÜV oder den Anbietern DAT und Schwacke kostenpflichtig möglich.

Anbieter prüfen und kontaktieren

Wenn ein Angebot in die engere Wahl rückt, sollten Interessenten zunächst die Seriosität prüfen. Detaillierte Informationen sind ein entsprechendes Zeichen. Gewerbliche Händler sollten ihre volle Anschrift angeben und den Geschäftsführer oder Verantwortlichen nennen. Vorsicht, wenn ein Angebot nachlässig, lückenhaft oder missverständlich formuliert ist. Im Zweifel genau nachfragen, etwa nach der Zahl der Vorbesitzer, früheren Unfallschäden oder nötigen Reparaturen. Wird ausweichend oder gar nicht geantwortet, lässt man am besten die Finger von dem Angebot.

Betrüger erkennen

Wie überall gibt es auch in Autobörsen schwarze Schafe. Deshalb sollten Internetnutzer genau hinschauen, wenn ein Auto weit unter den üblichen Marktpreisen angeboten wird. Niemand gibt ohne Grund einen niedrigen Preis an. Manchmal dient ein unschlagbarer Preis auch schlicht als Lockmittel für Betrugsopfer. Ein beliebter Trick ist, von Interessenten eine Anzahlung zu verlangen. Davon ist dringend abzuraten, auch wenn der Verkäufer scheinbar plausible Gründe nennt. Zuweilen ist das überwiesene Geld dann verschwunden, angebliche Sicherheiten stellen sich als gefälscht heraus, und das Auto gibt es in Wirklichkeit gar nicht. Gefährlich kann es aber auch sein, mit einem größeren Bargeld-Betrag zu einer Probefahrt zu kommen. Am besten, man lässt sich von einer Vertrauensperson begleiten und hebt das Geld nach dem Unterschreiben des Kaufvertrags bei der Bank ab. Außerdem sollten alle nötigen Dokumente im Original vorgelegt und geprüft werden.


(BITKOM / STB Web)


Hinweis: Beachten Sie bitte das Datum dieses Artikels. Er stammt vom 25.08.2010, sodass die Inhalte ggf. nicht mehr dem aktuellsten (Rechts-) Stand entsprechen.

 

08.02.2012

 
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