Energiewirtschaft der Zukunft wird dezentraler und mittelständischer
Artikel vom: 27.06.2010
"Das Energiewirtschaftssystem der Zukunft wird dezentraler und
mittelständischer geprägt sein als heute", sagte Stephan Weil, Präsident
des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU) anlässlich der
VKU-Vorstandssitzung in Brüssel.
Deutschlands kommunale Energieversorger haben eine Kraftwerkskapazität
von 13.300 Megawatt (MW). Mit ihren geplanten Investitionen in
effizientere Kraftwerke, dem Aufbau von zukünftigen intelligenten
Verteilernetzen und dem Ausbau ihres Energiedienstleistungsangebots
bilden die Stadtwerke ein bedeutendes Gegengewicht zum Oligopol der
Großkonzerne auf dem Energiemarkt. "Durch ihre dezentralen
Erzeugungsanlagen können die Stadtwerke lokale Ressourcen gezielt und
effizient nutzen und an den Energieverbrauch anpassen", so Weil.
Kraftwerkskapazitäten
von 3.500 MW mit einem Investitionsvolumen von 6,5 Milliarden Euro sind
bei Deutschlands kommunalen Unternehmen derzeit im Bau oder im
Genehmigungsverfahren. "Daher brauchen die kommunalen Unternehmen
langfristig belastbare ordnungspolitische Rahmenbedingungen, sei es bei
mittel- und langfristigen Vorhaben wie dem EU-Energieaktionsplan
2011-2020 oder bei den Überlegungen der Kommission, die EU-Emissionen um
30 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren", ergänzte Weil mit Blick auf
Brüssel.
Gerade vor dem Hintergrund der Wirtschafts- und
Finanzkrise zeigten sich aber die Vorteile der Kommunen und
kommunalwirtschaftlichen Unternehmen als wichtige
Infrastrukturdienstleister. Kommunale Unternehmen bieten langfristig
Versorgungssicherheit durch saubere Energieerzeugung und stützen
gleichzeitig die lokale und regionale Wirtschaft.
(VKU / STB Web)
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vom 27.06.2010, sodass die Inhalte ggf. nicht mehr dem aktuellsten
(Rechts-) Stand entsprechen.
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