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EU stellt Patentverträge von Pharmakonzernen auf den Prüfstand

Artikel vom: 13.01.2010

Die EU-Kommission untersucht Patentabsprachen von Pharmaunternehmen. Die Wettbewerbshüter haben den Verdacht, dass Geld an Generikahersteller gezahlt wurde, um deren Markteinführungen zu verschieben.

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Die Brüsseler Behörde hat mehrere europäische Pharmakonzerne aufgefordert, Kopien ihrer Patentverträge einzusenden. Betroffen ist der Zeitraum Juli 2008 bis Dezember 2009. Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes erklärte, eine Sektoruntersuchung im vergangenen Jahr habe erhebliche Schwächen der Branche aufgedeckt. „Diese Prüfung wird uns ermöglichen, erforderlichenfalls einzugreifen“, sagte Kroes in Brüssel.

Insbesondere geht es um Vereinbarungen, in denen Hersteller von Originalmedikamenten Generikaproduzenten Entschädigungen zusagen. Diesen werde Geld dafür gezahlt, dass sie ihre Medikamente später auf den Markt bringen. Die Kommission ist der Ansicht, dass Verbraucher durch derartige Verträge benachteiligt werden. Patienten hätten weniger Auswahl bei Medikamenten, billigere Arznei würde gar nicht erst angeboten.

Den Abschlussbericht zur Sektoruntersuchung der EU finden Sie hier zum Download.


(EU / STB Web)


Hinweis: Beachten Sie bitte das Datum dieses Artikels. Er stammt vom 13.01.2010, sodass die Inhalte ggf. nicht mehr dem aktuellsten (Rechts-) Stand entsprechen.

 

06.09.2010

 
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