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Unternehmenssteuerreform: Schlechte Bilanz für Personenunternehmen

Artikel vom: 05.08.2009

Ihr Ziel, mit der 2008 in Kraft getretenen Unternehmenssteuerreform den Standort Deutschland attraktiver zu machen, hat die Bundesregierung nur teilweise erreicht. Das stellt das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) in einer internationalen Vergleichsuntersuchung fest.

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iStockphoto.com / alexsl
Zwar sei die tarifliche Steuerbelastung deutscher Kapitalgesellschaften auf 31 Prozent gesunken. Damit hätten hierzulande ansässige Aktiengesellschaften und GmbHs im Vergleich der wichtigsten Industrieländer inzwischen "nur" noch die sechsthöchste Steuerbelastung zu schultern – vor der Reform lag Deutschland mit 39,5 Prozent Gewinnsteuern an dritter Stelle der Hochsteuerländer.

Für die Personenunternehmen falle die Reformbilanz allerdings deutlich negativer aus. Trotz des neuen ermäßigten Steuersatzes auf einbehaltene Gewinne summiere sich die tarifliche Belastung auf Unternehmensebene auf 37,6 Prozent. Bei der Besteuerung der Gesellschafter führe die Kombination aus Thesaurierungsbegünstigung und Nachversteuerung sogar zu einer Steuerlast von mehr als 49 Prozent. Hierzu trage auch die im Zuge der Reform eingeführte Abgeltungssteuer bei.


Wenig Anreiz zur Stärkung der Eigenkapitalbasis

Außerdem erhöhe die Neuregelung den steuerlichen Anreiz, betriebliche Investitionen mit Fremdkapital zu finanzieren, anstatt dass sie die Betriebe dazu bewege, ihre Eigenkapitalbasis zu stärken. Der Beleg hierfür seien die sowohl bei Personenunternehmen als auch bei Kapitalgesellschaften niedrigeren effektiven Durchschnittssteuersätze für kreditfinanzierte Investitionen. Bei Kapitalgesellschaften betrage die Differenz zur Investitionsfinanzierung aus eigenen Mitteln bis zu 8 Prozentpunkte.

Die ausführliche Veröffentlichung des IW dazu kann hier heruntergeladen werden.


(IW / STB Web)


Hinweis: Beachten Sie bitte das Datum dieses Artikels. Er stammt vom 05.08.2009, sodass die Inhalte ggf. nicht mehr dem aktuellsten (Rechts-) Stand entsprechen.

 

09.02.2012

 
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