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Auch ein Pflegender kann sich Urlaub nehmen

Artikel vom: 04.06.2009

Über zwei Millionen Menschen in Deutschland sind pflegebedürftig. Fast die Hälfte von ihnen wird ausschließlich von den eigenen Angehörigen zu Hause versorgt. Wie sehr dies die Laienpfleger belastet, zeigt eine aktuelle Forsa-Umfrage in Auftrag der Techniker Krankenkasse.

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Bild: iStockphoto.com / Prebranac
Dort gab fast jeder zweite pflegende Angehörige an, dass ihn die Aufgabe an den Rand eines Burnouts bringt. Sie bestimmt oft ihr ganzes Leben und ist unter den Pflegenden Stressfaktor Nummer eins.

Um ihnen so lange wie möglich das Zuhause zu erhalten, betreuen Eltern ihre schwerkranken Kinder, pflegen Kinder ihre Eltern und Eheleute ihre Partner – manchmal rund um die Uhr, ohne Feiertag oder Urlaub. Den Tribut zahlen sie auch körperlich: So leiden sechs von zehn Pflegenden laut der TK-Studie unter Rückenschmerzen, jeder Fünfte unter Herz-Kreislauf-Beschwerden. Ein Viertel der Pflegenden schläft schlecht und vielen drückt die Last auch auf den Magen. Das bestätigt fast jeder Fünfte. Jeder dritte Pflegende gab an, sich ständig nervös und gereizt zu fühlen. 

Können Verwandte, Freunde oder Nachbarn nicht einspringen, verhilft ein ambulanter Pflegedienst zu einer Verschnaufpause. Doch auch ein Pflegender kann sich eine Auszeit nehmen, zum Beispiel für einen Urlaub. Diese so genannte Ersatzpflege ist für bis zu 28 Tagen im Jahr möglich, die Pflegeversicherung übernimmt dafür bis zu 1.470 Euro.

 
Zum Hintergrund:
Der repräsentative Bevölkerungsbefragung: "Ausmaß, Ursachen und Auswirkungen von Stress in Deutschland" (PDF-Download) ist in Zusammenarbeit der TK mit dem F.A.Z.-Institut und Forsa entstanden.


(TK / STB Web)

Hinweis: Beachten Sie bitte das Datum dieses Artikels. Er stammt vom 04.06.2009, sodass die Inhalte ggf. nicht mehr dem aktuellsten (Rechts-) Stand entsprechen.

 

30.07.2010

 
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