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Viele Unternehmen sehen nur die Wettbewerber von der Krise bedroht

Artikel vom: 29.04.2009

(Horváth & P. / STB Web) Der Auftragsbestand sinkt, der Umsatz bricht vielerorts ein - und die Liquiditätsprobleme nehmen zu: Die Krise hat die Wirtschaft fest im Griff, wird jedoch in ihrer Tragweite von den Unternehmen vielfach unterschätzt. Das belegt eine aktuelle Umfrage von Horváth & Partners in der Top-Etage von Unternehmen aus dem deutschsprachigen Raum sowie aus Ungarn und Rumänien.
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Viele der Befragten erwarten, dass vor allem der Wettbewerb von den Auswirkungen der Krise betroffen ist, das eigene Unternehmen aber weniger, so das zentrale Ergebnis der Befragung. Zwar rechnen gut drei Viertel der befragten Unternehmen damit, dass die Krise länger als ein Jahr dauert. 16 Prozent gehen sogar davon aus, dass die Auswirkungen der Krise noch bis 2011 und länger spürbar sind. Und 84 Prozent der Befragten erwarten für 2009 einen Rückgang des Umsatzes der eigenen Branche. Jedoch: Nur 66 Prozent glauben, auch das eigene Unternehmen sei davon betroffen. Nicht in einer Krisensituation sieht sich gut die Hälfte der Unternehmen.

Foto: Dr. Christof Schimank,
Horváth AG
Dr. Christof Schimank, Mitglied des Vorstands der Horváth AG, betont, dass die bislang von den Unternehmen eingeleiteten Maßnahmen in vielen Fällen nicht reichen werden: "Die Unternehmen versuchen derzeit, die Krisensituation über schnell umsetzbare und schnell wirkende Maßnahmen wie Kurzarbeit, Einstellungsstopps, Abbau von Arbeitszeitkonten etc. zu bewältigen. Außerdem unternehmen sie Anstrengungen zur Verbesserung der Unternehmenssteuerung. Dies alles ist wichtig, um kurzfristig die Liquidität zu sichern und Transparenz über die eigene Lage zu erhalten. Weitreichende strukturelle und überlebenssichernde Maßnahmen sind jedoch bisher nicht im notwendigen Umfang angegangen worden. Dringend erforderlich wäre es, jetzt die unternehmensspezifisch notwendigen Maßnahmen klar zu definieren und deren Umsetzung zügig zu initiieren", mahnt Schimank.

Die Studie berücksichtigt die Antworten von 201 Unternehmen. 75 Prozent davon stammen aus Deutschland - darunter zahlreiche Dax- und MDax-Unternehmen. Das verbleibende Viertel der Befragten ist in Österreich, der Schweiz, Ungarn und Rumänien ansässig. Die Studie analysiert darüber hinaus die Situation einzelner Branchen und gliedert diese gemäß ihrer wirtschaftlichen Situation in drei Gruppen. Für jede dieser drei Gruppen gibt Horváth & Partners Handlungsempfehlungen.

Die Studienergebnisse finden Sie hier.

Hinweis: Beachten Sie bitte das Datum dieses Artikels. Er stammt vom 29.04.2009, sodass die Inhalte ggf. nicht mehr dem aktuellsten (Rechts-) Stand entsprechen.

 

08.02.2012

 
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