Artikel-Archiv:

Sie sind hier: Startseite » Fachartikel & News »

Schrift:

Mandantenzufriedenheit: Studie offenbart steigende Wechselbereitschaft

Artikel vom: 26.11.2008

Anzeige


musoldWie zufrieden sind Mandanten mit ihren Steuerberatern? Was bemängeln sie? Antworten auf diese Fragen gibt eine neue Studie des Aalener Weiterbildungsinstituts Straßenberger Konsens Training. Ein zentrales Ergebnis ist bei insgesamt gestiegener Zufriedenheit auch eine erhöhte Wechselbereitschaft der Mandanten.

Die bundesweit und repräsentativ erstellte Studie "Brennpunkt Steuerberater", an der rund 1.200 Mandanten, davon etwa je zur Hälfte Selbstständige und Angestellte, teilnahmen, belegt, dass die Kanzleien nach den relativ schlechten Ergebnissen der Vergangenheit deutlich besser bewertet werden. "Immerhin 41 Prozent der Befragten sind mit ihrem Steuerberater sehr zufrieden", berichtet Maria A. Musold. Das sind 22 Prozent mehr als im Jahr 2004. Auch in puncto Freundlichkeit, Beratungsqualität und Zuverlässigkeit fällt 2008 das Ergebnis besser aus als in zwei vorangegangenen Studien.

Wechselbereitschaft stark gestiegen

"Entspannt zurücklegen, sollten sich die Steuerberater trotzdem nicht", warnt Studienleiterin Musold. Nahezu jeder zweite Befragte hatte in der Vergangenheit Anlass zur Beschwerde, da Beratungsqualität, Preis-/Leistungsverhältnis oder Verlässlichkeit als negativ empfunden wurde. Jeder Fünfte hält die berechnete Honorarhöhe für ungerechtfertigt, knapp 40 Prozent wünschen sich transparentere Rechnungen.

Das Anspruchsniveau der Mandanten sei in den letzten Jahren weiter gestiegen, und dies führe dazu, dass deutlich mehr Mandanten als noch vor vier Jahren bereit sind, ihren Steuerberater zu wechseln, wenn sie mit dessen Leistung unzufrieden sind, so Musold. Die Studie zeigt aber auch, dass Mandanten sich selten direkt beim Steuerberater beschweren, wenn sie unzufrieden sind. Stattdessen wechseln sie stillschweigend den Berater. "Das Ergebnis der Befragung kann daher auch als Indiz für eine unzureichende Kommunikation zwischen Steuerberatern und ihren Mandanten interpretiert werden", so die Expertin.

Die Studie kann über die Website www.strassenberger.com bezogen werden.

Hinweis: Beachten Sie bitte das Datum dieses Artikels. Er stammt vom 26.11.2008, sodass die Inhalte ggf. nicht mehr dem aktuellsten (Rechts-) Stand entsprechen.

 

08.02.2012

 
  • Kostenloser Steuerberater-Newsletter
  • Über 5.000 Abonnenten