23.02.2016 | Rheinland-Pfalz

Umsatzsteuerbetrug in Millionenhöhe bei Autokauf

Das Landesamt für Steuern in Rheinland-Pfalz warnt Autohändler vor missbräuchlich genutzten ausländischen USt-Identifikationsnummern. Die Verfahrensweise der bandenmäßig organisierten Tätergruppen sei nicht neu, werde aber trotzdem immer wieder zum Schaden von Autohändlern und der Staatskasse durch Betrug im Bereich Umsatzsteuer genutzt.

Aufgrund eines Hinweises der Kriminalpolizei in einem aktuellen Fall im nördlichen Rheinland-Pfalz wurde bekannt, dass eine osteuropäische Tätergruppe mit Tatbeteiligten u.a. aus Rumänien bei deutschen Autohändlern versucht, unter Angabe einer echten ausländischen Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (USt-ID) umsatzsteuerfrei Fahrzeuge zu erwerben.

Dem tatsächlichen Inhaber der USt-ID ist nach bisherigen Ermittlungen von einem Erwerb von Fahrzeugen in seinem Namen und mit seiner steuerlichen Identität nichts bekannt. Durch die Übergabe der Fahrzeuge ohne Berechnung von Umsatzsteuer entsteht ein erheblicher finanzieller Schaden. Allein im aktuellen Fall wurden Steuern in Höhe von mehr als einer Millionen Euro hinterzogen.
Vor diesem Hintergrund warnt das Landesamt für Steuern Kfz-Händler, die Identität der Käufer und des angeblichen Auftraggebers (Ausländischer Unternehmer in dessen Auftrag und mit dessen USt-ID die Fahrzeuge angeblich erworben werden sollen) zu überprüfen.
Im vorliegenden Fall war besonders auffällig, dass die rumänische Tätergruppe als vor Ort auftretende Käufer die USt-ID eines italienischen Unternehmers angegeben hatte. Gerade in solch wirtschaftlich ungewöhnlichen Verkaufskonstellationen ist Vorsicht geboten. 

(Landesamt für Steuern / STB Web)