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Monopolkommission kritisiert Wettbewerbsdefizite bei Apotheken

Artikel vom: 01.09.2010

Die Monopolkommission hat erstmals seit knapp einem Jahrzehnt einen Rückgang der Wertschöpfung bei den 100 größten deutschen Unternehmen festgestellt. Zugleich mahnten die Wissenschaftler Reformen im Wettbewerbsrecht an. Ein großes Problem der Wettbewerbspolitik sei der Handel mit Arzneimitteln.

Die Wertschöpfung der 100 größten inländischen Unternehmen ist im Zeitraum zwischen 2006 und 2008 um 6,3 Prozent zurückgegangen. So lautet ein Ergebnis des Hauptgutachtens der Monopolkommission, von dem nun der Bundestag unterrichtet wurde. Auch die Fusionsaktivitäten hätten weiter abgenommen.

Die Wissenschaftler der Kommission erklärten zugleich, dass die wettbewerbsbestimmenden Rahmenbedingungen in zahlreichen Branchen verbesserungsfähig sind. Die Kommission nannte als herausragendes Beispiel Wettbewerbsdefizite bei den Apotheken: Im Einzelhandel mit Arzneimitteln seien Verbesserungen möglich. So könnte die Zuzahlung bei gesetzlich versicherten Patienten entfallen, ebenso die Packungspauschale. Im Gegenzug sollten die Patienten ein festgelegtes Entgelt für die Dienstleistung der jeweiligen Apotheke tragen, das von der Apotheke selbst fixiert wird.

(hib / STB Web)



Hinweis: Beachten Sie bitte das Datum dieses Artikels. Er stammt vom 01.09.2010, sodass die Inhalte ggf. nicht mehr dem aktuellsten (Rechts-) Stand entsprechen.

 

04.02.2012

 
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