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Blick ins Ausland: Japan will Unternehmenssteuern senken

Artikel vom: 23.06.2010

Die japanische Regierung hat ihre Wachstumsstrategie vorgelegt, mit der die enorme Schuldenlast des Landes gesenkt werden soll. Um die Wirtschaft anzukurbeln, sollen unter anderem die im internationalen Vergleich hohen Unternehmenssteuern gesenkt werden.
iStock.com / hronos7


Am Dienstag hat die neue japanische Regierung von Ministerpräsident Kan ihre Steuerpläne vorgestellt. Demnach soll die Unternehmenssteuer im Land von derzeit 40 auf etwa 25 Prozent gesenkt werden. Die Regierung setzt darauf, dass dies nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit der inländischen Konzerne stärkt, sondern Japan auch attraktiver für ausländische Firmen macht, die dort ihr Asien-Hauptquartier ansiedeln sollen.

Die japanische Verbrauchsteuer soll dagegen erhöht werden; sie beläuft sich zurzeit auf fünf Prozent. Eine Anhebung auf zehn Prozent ist geplant, dürfte aber nicht vor den Oberhauswahlen Mitte Juli konkret werden.

Bereits Ende vergangener Woche hatte Premier Kan seine mittelfristige Wachstumsstrategie erläutert, mit der die Regierung die Staatsverschuldung in den Griff bekommen will. Bis 2020 strebt Japan einen ausgeglichenen Haushalt an. Derzeit beläuft sich die Staatsverschuldung Japans auf rund 200 Prozent des Bruttoinlandprodukts.

(STB Web)




 

02.09.2010

 
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