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Artikel vom: 20.01.2010
Die Zahl der ärztlichen Behandlungen ist weiter gestiegen. Die Behandlungsfrequenz deutscher Ärzte ist im internationalen Vergleich inzwischen doppelt so hoch, wie eine aktuelle Studie zeigt.
Niedergelassene Ärzte haben im Jahr 2008 pro Versicherten im Schnitt 7,5 Behandlungsfälle abgerechnet - ein Anstieg von fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch die Behandlungsrate erhöhte sich weiter, wie die Untersuchung des Instituts für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitssystemforschung im Auftrag der BARMER GEK ergab.
Mit Einführung der Abrechnungspauschalen sei zwar eine direkte Auszählung von ambulanten Arztkontakten nicht mehr möglich, doch lasse der Anstieg von Behandlungsrate und Fallzahlen auch auf mehr Arztkontakte schließen, erläutert Thomas Grobe, Autor der Studie. Die Behandlungsfrequenz deutscher Ärzte ist demnach im internationalen Vergleich etwa doppelt so hoch. Im Schnitt ergeben sich daraus 45 Patienten pro Werktag und acht Minuten pro Patientenkontakt. "Für den einzelnen Patientenkontakt bleibt offenbar immer weniger Zeit. Mancher Arztkontakt dürfte sich wiederum durch längere Behandlungszeiten erübrigen", meint Grobe.
Hinweis: Beachten Sie bitte das Datum dieses Artikels. Er stammt vom 20.01.2010, sodass die Inhalte ggf. nicht mehr dem aktuellsten (Rechts-) Stand entsprechen.
09.02.2012