Ecovis: Leichte Umsatzsteigerungen trotz Krise
Artikel vom: 13.07.2009
Die Steuerberatungsgesellschaft Ecovis hat im vergangenen Jahr trotz Krise den Umsatz national und international steigern können. Wie das Unternehmen bei einem Pressegespräch vergangene Woche in München mitteilte, erwartet Ecovis aufgrund seiner Fokussierung auf Selbstständige, Freiberufler und Familienunternehmen auch in diesem Jahr moderates Wachstum. Zugleich übte der Ecovis-Vorstand Kritik an der Unternehmenssteuerreform.
In Deutschland hat das Beratungsunternehmen Ecovis 2008 seinen Umsatz um 2,9 Prozent auf 102 Millionen Euro erhöhen können; weltweit verzeichnete die Dachgesellschaft eine Steigerung um 7,5 Prozent. Auch das internationale Partnernetzwerk vergrößerte sich auf 50 Kanzleien.
Ein Trend, den Ecovis-Vorstand Ferdinand Rüchardt auch für 2009 fortsetzen will: "Wir rechnen mit einem moderaten Wachstum in diesem Jahr. In diesen turbulenten Zeiten profitieren wir von unserer strategischen Fokussierung auf selbstständige Unternehmer, Freiberufler und Familienunternehmen, die kaum von den internationalen Kapitalmärkten abhängig sind. Dank der langjährigen persönlichen Mandantenbeziehungen stehen wir auch weniger unter Honorardruck als die großen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften." Die Krise biete Ecovis zudem die Chance, sich mit qualifizierten Nachwuchskräften zu verstärken, da die Wettbewerber kaum Fachpersonal einstellten oder Fachkräfte kurzfristig entließen.
Der Ecovis-Vorstand übte zugleich Kritik an den seiner Ansicht nach mittelstandsfeindlichen Regelungen der Unternehmenssteuerreform. Kritisiert wird beispielsweise die Hinzurechnung von Zins- und Mietaufwendungen bei der Gewerbesteuer; hiermit würden vor allem selbstständige Einzelhändler in teuren Innenstadtlagen über Gebühr belastet. Die Lage von krisengeschüttelten Unternehmen mit hoher Fremdfinanzierung werde mit dieser Regelung weiter verschlimmert. Und auch mit Bezug auf die Zinsschranke hätten sich alle Befürchtungen bestätigt: "Die inzwischen eingeleiteten Nachbesserungen bringen zwar eine gewisse Entlastung, doch das Grundübel der Substanzbesteuerung bleibt weiter bestehen", sagt Ecovis-Vorstand Peter Lüdemann. Er fordert, die Zinsschranke in der derzeitigen Form ganz abzuschaffen.
(Ecovis / STB Web)
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